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Dr. werden ist nicht schwer...

Klinik kündigt katastrophalen Kollegen

Freitag, 18. Januar 2013

Es war (wie bereits zuvor berichtet) absehbar, dass unser neuer Kollege es schwer haben dürfte, sich im Klinikbetrieb zu etablieren. Die teils unfairen Rückmeldungen der Oberärzte und Kollegen hat er sich auch zu Herzen genommen und Konsequenzen daraus gezogen. Jedoch hat dies zu keinerlei Verhaltensänderung geführt. Er fühlt sich vielmehr ungerecht behandelt und hat sich nach einer neuen Stelle an einer der naheliegenden Kliniken umgesehen. Dummerweise bin ich mittlerweile seine Bezugsperson geworden. Wenn er etwas nicht hinbekommt, ruft er mich an oder sucht mich auf. Ab und an führt seine Ratlosigkeit bei einem Problem mittlerweile wenigstens dazu, dass er ein wenig mehr Aufmerksamkeit erkennen lässt.

Dennoch muss er nun gehen. Rund um eines seiner Bewerbungsgespräche ist ihm ein Fauxpas unterlaufen. Zunächst kam es zu einer sehr auffälligen Wende bezüglich eines von ihm forcierten Diensttausches, nachdem er ein Telefonat geführt hat. Und dann hat er sich zum Dienst, auf den er getauscht hatte, krank gemeldet. Am Vortag hatte er einer Kollegin aus einer anderen Abteilung jedoch in einem der üblichen wann-hast-Du-Dienst-Gesprächen berichtet, dass er am Folgetag nicht kommen werde.

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Nun hat mein Chef denkbar ungünstig reagiert. Es scheint eine Art prinzipielle Entscheidung zu sein, dass er unseren neuen Kollegen bereits nach wenigen Monaten wieder entlässt. Doch ist dies erstens für das ärztliche Personal unserer Abteilung ein herber Schlag, weil nun die Stelle einfach nicht neu besetzt werden wird. Und zweitens ist es gegenüber dem neuen Kollegen – auch wenn er nach seinem Gespräch mit dem Chef berichtete, er habe selbst gekündigt – sehr hart. Ein Auflösungsvertrag zum Ende der Probezeit und die Suche eines Nachfolgers wären für alle Beteiligten die bessere Lösung gewesen.

Für mich bedeutet das in der Konsequenz, dass ich mir Gedanken machen muss, ob es weiterhin sinnvoll ist, in einer Klinik zu bleiben, in denen sich drei Assistenten alle (Ruf-)Dienste teilen müssen. In der immer ein Arzt eine der beiden Stationen besetzen muss, was bedeutet, dass man fast nie zu Operationen eingeteilt werden kann. In der Personalmangel und Verwaltungschaos uns die Patienten vergraulen. In der der Chef sich permanent mit allen anlegt und dabei die eigentlichen Interessen der eigenen Abteilung hinter seinen Launen und seiner Kampfeslust lässt.

War eigentlich noch nie so glücklich in einer Klinik,

Euer Anton Pulmonalis

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Andreas Skrziepietz
am Samstag, 19. Januar 2013, 12:21

katastrophalem

jemandem kündigen.
Andreas Skrziepietz
am Samstag, 19. Januar 2013, 12:20

Zurück in die Schweiz

Ich habe es von anfang an gesagt...

Dr. werden ist nicht schwer...

Das PJ ist überstanden, das Examen rückt näher. Die Doktorarbeit wartet und bei der Wahl der Facharztrichtung gibt es mehr Optionen als bei einer Frage des IMPP. Dieser Blog begleitet den Weg von Anton Pulmonalis ins Examen und in die Zeit danach.

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