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Gesundheit

Früher Ruhm verkürzt das Leben

Donnerstag, 18. April 2013

Für Rockstars gehört es fast zum guten Ton, mit 27 Jahren und auf unnatürliche Weise aus dem Leben zu scheiden. Jimi Hendrix, Janis Joplin und zuletzt Amy Winehouse blieb es so erspart, im Alter von 70 auf der Bühne ihre künstlichen Hüftgelenke zu bewegen. Andererseits verderben solche frühen Todesfälle natürlich die Statistik. Sie erklären möglicherweise, warum die durchschnittliche Lebenserwartung von Bühnenstars („Performers“), die die New York Times 2009–2011 mit einem Nachruf bedachte, nur 77 Jahre betrug. Johannes Heesters (der 2011 im Alter von 107 Jahren starb) hätte, wenn es in den USA bekannt gewesen wäre, vielleicht für ein etwas besseres Bild gesorgt. Mit durchschnittlich 77,4 Jahren sterben auch Sportstars ungewöhnlich früh, wobei ein „Selektions-Bias“ nicht ganz auszuschließen ist. Denn wer wie Sportler und Popstars in jungen Jahren zu Ruhm gelangt, ist im Alter in Vergessenheit geraten und erhält dann möglicherweise keinen Nachruf.

An Politiker, die gerne auch im Rentenalter im Amt bleiben oder erst hineingewählt werden (Adenauer, Reagen) erinnert man sich dagegen eher (wenn auch nicht immer gerne, wie die Reaktion auf den Tod von Maggie Thatcher gezeigt hat). Mit 82,1 Jahren hatten Politiker in der Analyse von Richard und Catherine Epstein, Sydney, die längste Lebenserwartung nach Geschäftsleuten (83,3 Jahre) und - jawohl – Militärs (84,7 Jahre). Diese sterben heute aber nicht mehr auf dem Feld.

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Wenn tatsächlich Bühnenstars früher sterben, dann haben sie dies natürlich ihrer ungesunden Lebensweise zu verdanken. Wobei neben Drogen vor allem Tabakrauchen eine Rolle spielt. Nicht weniger als 7,2 Prozent der Performers starben an Lungenkrebs. Unter den Akademikern waren es nur 1,4 Prozent. Von ihnen wird aber auch erwartet, dass sie Gesundheitsrisiken rational einschätzen und vermeiden. Leider gibt in der Auswertung keine Angaben zu Ärzten.

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