wieso man für eine derartige "Fortbildung" bezahlen soll, ist mir unklar: 1. ging die Forderung nach sowas nicht von den Ärzten aus, also sollen die Ärzte sie auch nicht bezahlen müssen
2. FALLS diese "Fortbildungen" was bringen sollten, haben sie Nutzen für den Arbeitgeber oder den Patienten. Auch in diesem Fall sollten sie nicht von den Ärzten bezahlt werden müssen.
Ich komme gerade von einer 2-tägigen Fortbildung aus Stockholm zurück. Abgesehen davon, daß sie gut war, habe ich keinen Pfennig bezahlt. Und ich gebe zu: Ich liebe 5-Sterne Hotels!
Dirk schreibt: "1. ging die Forderung nach sowas nicht von den Ärzten aus,..."
Das stimmt nicht! Diese schwachsinnige CME ist zwar von Bürokraten in Paragraphen gegossen worden, aber erfunden haben diesen Unfug unsere eigenen, gewählten und gut dotierten Ärztefunktionäre in den Ärztekammern und diversen politischen Gremien! Den Gesetzesmachern ist es doch wurst, ob und wie wir Ärzte uns fortbilden, ob zwei Stunden pro Jahr oder 200. Es waren unsere eigenen, selbstverliebten Großmäuler, die der Ansicht waren, der kleine Arzt brauche genau diese 250 Punkte (zu je 45 Minuten, nach oben locker erweiterbar), um gut "weitergebildet" zu sein. Der Mist stammt doch von jenen professoralen Kollegen, die selbst von Kongress zu Kongress hoppen und ihren eigenen Senf für wichtig halten. Natürlich bekommen Sie durch eigene Vortragstätigkeit ihre Punkte locker zusammen. Sie müssen auch nichts dafür bezahlen, sondern kassieren noch dicke. Und wir Idioten nicken alles ab und jubeln unseren eigenen Schlächtern noch zu. Bravo, bravo. Solange es keine vernünftige Alternative gibt, gebe ich jedenfalls keinem "Arztvertreter" mehr eine Stimme.
Idiotische Veranstaltungen ziehe ich Ihnen im Sekundentakt aus dem Angebot der Ärztekammern. Hier konnte man lernen, wie man Kindern das Mastoid abfaulen läßt:
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt fordert einen „Ärzte-TÜV“, das heißt eine regelmäßige Kontrolle des ärztlichen Fortbildungsstandes. Dies wird von den meisten Ärzten abgelehnt. Die Ärztekammern verweisen auf die erfolgreiche Umsetzung der freiwilligen zertifizierten Fortbildung. Was ist Ihre Meinung?