Wer von Euch ist jemals adäquat ausgebildet worden?
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
irgendwann, ja irgendwann werde ich mal ein Buch drüber schreiben. Ich kann nur dieses ewige Blabla nicht mehr hören.... Hauptprobleme seien die Finanzprobleme im Gesundheitswesen, Strukturveränderungen, usw. Jaja, alles irgendwie nicht ganz falsch, aber..... Um's kurz zu machen: Ich gebe den Versuch, diesen fast schon idiotisch anmutenden Beruf erlernen zu wollen, nun endgültig auf. Mein Studium an der RWTH Aachen war weitestgehend ein schlechter Witz und danach kam ein Griff ins Klo nach dem anderen. So fürchterlich unterschiedlich (bis auf die glücklichen Ausnahmen) können die Erfahrungen meiner übrigen Kolleginnen und Kollegen eigentlich nicht gewesen sein. Facharzt durch 5- oder 6-jähriges Mitlaufen auf Station oder so ähnlich.... das scheint eher Regel als Ausnahme zu sein. Ich weiß: Kaum jemand will es sich selbst gegenüber zugeben, da dann womöglich noch der letzte Brocken Selbstwertgefühl abhanden zu kommen droht. In der Öffentlichkeit wird dieser nicht endende Skandal erst recht unter den Teppich gekehrt. Beste Lösung für alle: man erklärt sich bei aufhellender Erkenntnis dieser DInge für paranoid- dann sind wieder alle zufrieden.
...an der falschen Berufswahl ist wohl kaum die Uni schuld. Ein Studium heißt vor allem, selbst Einsatz zu zeigen - lernen müssen Sie selber; das können Ihre Lehrer und Profs nicht für Sie. Mein dringender Rat: Egal, ob Sie den Beruf nun ausüben oder nicht - machen Sie Ihr Studium trotzdem fertig! Sonst haben Sie viele Jahre vergeudet - und das wird sich rächen.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt fordert einen „Ärzte-TÜV“, das heißt eine regelmäßige Kontrolle des ärztlichen Fortbildungsstandes. Dies wird von den meisten Ärzten abgelehnt. Die Ärztekammern verweisen auf die erfolgreiche Umsetzung der freiwilligen zertifizierten Fortbildung. Was ist Ihre Meinung?