...ist wohl nicht jedermanns Sache. Und man muß auch das Recht haben, "Nein" zu sagen. Organspende ist kein "gesellschaftliche Happening" um es mal Yuppie-Deutsch zu sagen, sondern eine sehr persönliche Sache, die jeder und jede für sich selber entscheiden sollte. Bei allem Enthusiasmus der Transplantationsmediziner, den ich durchaus nachvollziehen kann, sollte man trotzdem mal bedenken, wie man sich selbst in der Situation fühlen würde, wenn kein Organspendeausweis vorliegt und nun wird man gefragt, ob man nicht die Organe des Ehemannes/der Ehefrau, des Sohnes oder der Tochter spenden wolle..... Und wie es ist, wenn man dann nein sagt, moralisch unter Druck gesetzt zu werden mit dem Argument:"Wenn Sie ein Organ brauchen, würden Sie doch eines bekommen". Es gibt keine Garantie auf Gesundheit - genausowenig kann es eine Garantie auf ein Spenderorgan geben. Trotz allem Fortschritt ist die Medizin kein "Reparaturbetrieb", denn wir haben es hier mit Menschen, ihren Gefühlen, Hoffnungen, Wünschen und Ängsten zu tun.
hallo allseits, leider geht es nicht darum, dass jemand das recht auf nein-sagen verwehrt wird, schlimmer noch geht es darum, dass diejenigen, die nein-sagen duerfen, dies als zumutung empfinden! sie wollen also generell jedem erstmal das nein als massstab diktieren, und die rettung von menschen - und kinderleben!- denen ueberlassen, die sich aktiv dafuer aussprechen. als humanist jedoch sollte die ethik gebieten, dass die rettung von menschlichem leben der bequemlichkeit vorausgehen sollte und muss. fuer mich persoenlich ist die frage nach spnderorganen sehr konkret, da in meinem engsten umfeld bedarf gegeben ist. daher sollte niemand, der nicht wirklich ganz persoenlich betroffen ist, sich vorschnell ein urteil bilden, was er tun wuerde wenn. wenn es notwendig wird, fuer das eigene kind ein spenderherz aufzutun- wer wuerde nicht sein eigenes dafuer geben? daher befuerworte ich aus vollster ueberzeugung, dass jeder grundsaetzlich JA sag zur organspende, solange er sich nicht ausdruecklich dagegen verwahrt. "begrabe nicht deine organe nach deinem tod- wir brauchen sie hier noch..."
...ist es, die einen Gruppendruck erzeugt, den Menschen, die plötzlich in die Siuation geraten, sich für oder gegen eine Organspende entscheiden zu müssen, als sehr belastend un unangenehm empfinden. Die Drohgebärden mit kranken Kindern, denen man Unmensch ja wohl nicht das Recht auf leben verweigern will und Ähnliches. Damit ist niemandem geholfen. Es gibt Menschen, die entscheiden sich für Organspenden und es gibt Menschen, die entscheiden sich dagegen. Beides ist gleichermaßen in Ordnung und ohne wenn und aber zu respektieren und akzeptieren. Ich war selbst kurz vor dieser Situation; man hat mich gefragt, ob ich die Organe meines Mannes spenden würde. Ich habe "Nein" gesagt. Und wir sind beide heute der Meinung, daß allein dieses "Nein" ihn am Leben erhalten hat. Für den Betroffenen in Ihren näheren Umfeld alles Gute!
geändert am 23.01.2011 18:57:17 geändert am 23.01.2011 19:00:08 geändert am 23.01.2011 19:00:53 geändert am 23.01.2011 19:01:28
Recht auf NEIN sagen
Die Drohgebärden mit kranken Kindern, denen man Unmensch ja wohl nicht das Recht auf leben verweigern will und Ähnliches.
Das sind leider eben keine Drohgebärden, sondern Fakten. Ist Ihnen eigentlich klar, wievielen Kindern diese Ego-Haltung jedes Jahr das Leben kostet? Wahrscheinlich nicht, sonst würden Sie nicht erhobenen Hauptes solche Beiträge veröffentlichen.
Sie wurden gefragt, und sie haben geantwortet, dass Sie die Organe Ihres Mannes nicht freigeben würden. Daraus nun zu schliessen, dass DIES ihn am Leben erhalten hat, ist leider zwar romatisch (ich gönne jedem sein Happy End), aber nicht logisch. Wäre er trotzdem verstorben, hätte auch das Nein diesen Vorgang nicht verhindern können. Latent unterstellen Sie also den Medizinern, dass nicht deren Bemühen um das Leben ihres Mannes, sondern allein ihr Nein zur Organspende ihn am Leben hielt. Aha. Meine Mutter hatte Zeit ihres Lebens einen Organspendeausweis, und wegen einer Hrinembolie fiel sie ins Koma. Uns aber stellte sich wegen der vorangegangenen Krankengeschichte die Frage nach Organspende nicht mehr. Sie verstarb trotz des "Neins". So what? Sie merken vielleicht selbst, dass diese Aussage, die Sie da treffen, wenig Fakten, aber viel Vermutung Ihrerseits beinhaltet, und dass man so mit diesem Thema nicht umgehen sollte. Im Gegenteil halte ich es für relativ unschön, von "Gruppendruck" zu reden, wenn man allgemeine menschliche Regeln eines sozialen Verhaltens, genannt Ethik erwähnt, um das eigene Ich noch mehr in den Focus rücken zu können, ohne dass man sich selbst reflektieren muss, weil Gruppendruck ist ja was negatives, dem muss ich mich nicht beugen. Ethisch korrektes Verhalten ist auch, generell ja zu sagen zur Organspende, und denen, die nicht wollen, dieses Nein kommentarlos zuzugestehen. Aber das wollen "Gruppendruckverfechter" nicht, sie wollen das NEIN als Ausgangsbasis. Frage mich, wie lange. Bis sie vielleicht selbst mal ein Organ brauchen...?
die Tx Mediziner nur alle auch einen solchen hohen Anspruch hätten. Leider bleibt eben nicht die 50. gute Tx in Erinnerung, sondern auch die, zu der der (P) Patient nach der 5 Psychologenstellungsnahme (=endlich trocken) mit 0,3 p.m. kam, oder eben auch die Geschichten in Essen, Groha (Lebendspende), Jena.....oder der Ausflug einiger MUC TX Chirurgen ins Morgenland ... Es ist schon spannend, das unter den wenigen aus dem Amt geflogenen Ordinarien 2 Txer sind
Trotzdem halte ich die Variante mit Vermerk auf Ausweis für gut, Spende Ja = Empfänger Ja, und ein Nein zu einem Ja kann man nur mit einer Latenz von 1 Jahr erklären für die eigene Organempfängnis ....
und: JA, ich habe vor < 20 Tagen das letzte Protokoll zur Hirntodfeststellung unterschrieben für 2x NTX 1 x LTX, ja , ich habe den Angehörigen zugeredet. Aber man darf ja wohl noch Denken.
Wie kann die Zahl der Organspenden erhöht werden? Viele halten die sogenannte Widerspruchsregelung für eine Lösung, nach der Organe entnommen werden dürfen, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten nicht widersprochen hat. Kritiker sehen darin einen Eingriff in ihr Selbstbestimmungrecht.