...............wer sich nicht alles um den zukünftigen ambulanten Markt in D reisst!! Wer nicht alles Betreiber von MVZ werden will. Da muss ja eine Menge Geld auf der Strasse liegen! Jetzt wollen also die KBV funktionäre ihre Zukunft als vorstände einer Tralala AG sichern, die MVZ betreibt. Und die Apobank will statt maroder Praxen nun MVZ finanzieren. Wenn die MVZ Geld erwirtschaften sollen geht das nur über reduzierte Personalkosten, Masse und billig.
Köln – Vertragsärzte sollen sich verstärkt als Gründer von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) engagieren. „Es besteht ansonsten die Gefahr, dass private Klinikkonzerne diesen Markt erobern“, sagte Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).
In einem Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt (Heft 19/2008) kündigte Köhler noch vor der Sommerpause die Gründung einer Aktiengesellschaft an, die auf ärztliche Initiative zurückgeht. Diese Aktiengesellschaft soll sowohl MVZ gründen als auch bestehende übernehmen. Bislang sind von 948 MVZ 59 Prozent in der Trägerschaft von Vertragsärzten. (Stand: Dezember 2007).
„Wichtig ist, dass jetzt Träger in den Markt eintreten, die den Vertragsärzten verbunden sind“, betonte Köhler. Die von 40 KBV- und KV-Vorstandsmitgliedern gegründete „Aeskulap-Stiftung“ soll indirekt mit 25 Prozent an der AG beteiligt sein. Weitere Gesellschafter sind die Deutsche Apotheker- und Ärztebank, Düsseldorf (49 Prozent), die Deutsche Ärzte-Verlag GmbH, Köln (24 Prozent), und ein zusätzlicher Investor mit zwei Prozent.
Ich hatte mir auch schon Gedanken über diese Meldung gemacht. Aber na ja, was soll's, für mich als (Privat)-Patientin ist es gehupft wie gesprungen, von wem ich zwecks Gewinnmaximierung als Wertschöpfungsobjekt benutzt werde.
liebe bergziege, sind in diesem Zusammenhang nur Ihre Scheuklappenkommentare. Interessant finde ich allerdings, wie die KBV nun auf dieses Pferd aufsattelt: ausgerechnet, waren es doch die KVn, die diese Art der medizinischen Versorgung u Einrichtungen auf das übelste verdammt und diffamiert haben. Ich persönlich erinnere mich noch an eine "Diskussion" mit stellv Vorsitzender der KV Brandenburg: wenn's nicht so traurig gewesen wäre, hätte man glatt drüber lachen können. Wüsste nur zu gern, wie Herr Noack heute dazu steht...??? Muss ihn man anrufen. Liebe Berziege, könnte es vielleicht sein, daß es sich eventuell herausstellen könnte, daß die Einsparung von Kosten auch in einem medizinischem Unternehmen sinnvoll sein könnte? Und sehen Sie die Frage der Kostenreduzierung grundsätzlich als etwas Negatives an? G.
Ich denke ich taufe sie auch mal so. Wie gesagt. Ich bin nicht gegen MVZ und und bin auch nicht gegen diese in privater Hand. Nur wenn sie mit der KV zu tun haben, so habe ich doch ein mehr oder weniger schlechtes Gefühl und ich interpretiere das Engagment lediglich so, dass sie wiedermal ihren Arsch retten wollen. Sinnvoller wäre es wirklich sich zu überlegen, was man wirklich haben will. Soll es freiberuflich sein, dann bitte auch freiberuflich und nicht als vogelfreier Sklave für die KV. Will man es mehr industriell. Bitte, warum nicht. Aber bitte transparent und ohne Tricksereien.
Die medizinischen Versorgungszentren bieten Ärzten die Möglichkeit, im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses in der ambulanten Versorgung tätig zu sein, ohne die ökonomischen Risiken einer Niederlassung tragen zu müssen. Ist der Arztberuf aber dann noch einer freier Beruf?