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am Mittwoch, 17. Juni 2009 um 11:07
 

Behandlung nach Suizidversuch - Überleben lassen um jeden Preis?

Hallo,
die Diskussion ist spanennd. Ich möchte das Problem aber mal von einer anderen Seite "aufrollen":
Wer in einer Notaufnahme arbeitet oder Notarztdienste "fährt" hat zwangsläufig irgendwann immer mal wieder mit Patienten nach Suizidversuchen zu tun.
Unsere Aufgabe ist es dann, alles, aber auch wirklich alles zu tun, damit der Patient überlebt - oft gegen dessen erklärten Wunsch und manchmal in dem vollen Wissen, dass dieser Patient es nach Entlassung (zunächst aus dem Akutkrankenhaus, dann später aus der Psychiatrie) es wieder versuchen wird.

Mehr als einmal kommen einem dabei verbotene Gedanken:
Wartet das nächste Mal doch halt einfach ein bißchen länger, bis Ihr ihn aufsammelt... oder gebt ihm mal unter vier Augen ein paar Tipps, damit der nächste Versuch "erfogreicher" wird...

Nein, sowas tun wir natürlich nicht! Würden wir doch niiiiiiemals tun!
am Freitag, 10. Juli 2009 um 16:01
geändert am 10.07.2009 19:46:05
 

Ich bin entsetzt über dieses schreiben.

Sie sind kein Arzt oder..wenn doch haben sie schwer in ihren Beruf verfehlt.
Ich gehöre nämlich auch zu diesem Menschen wo sie gerne liegenlassen würden bis sie von alleine abkratzen.
Wenn sie sowas noch nie selber durchgemacht haben und überhaupt nicht nachvollziehen können was in so einem Menschen vorgeht dann behalten sie einfach diese dummen Kommentare wo sie überhaupt nicht mitreden können.
Helfen heißt noch lange nicht das sie mitreden können.Aber warscheinlich haben sie auch die Meinung das man ab 60 Jahren gar nicht mehr helfen soll das lohnt sich ja nicht ,denn der ist ja schon 60,das Geld kann man sparen.
Ich kann nur hoffen das ihnen immer geholfen wird auch wenn sie es mit ihrer Einstellung nicht verdient haben.
am Sonntag, 14. Februar 2010 um 21:13
 

Ich bin Arzt und denke so.......

Hallo,

zuerst einmal denke ich, Sie haben einen wirklichen Sprung in der Waffel. Sie sind also eine Person, die sich gerne mit dem Sensemann anlegt. Zeitgleich fordern sie uns auf, alles in unserer Macht zu tun, um ihr Überleben zu sichern. Hm, frage.... Warum machen sie es dann? Um es auf dem Punkt zu bringen, sie Verschwenden unsere Zeit, weil wenn der Arzt bei ihnen ist, kann er zu diesem Zeitpunkt einen anderen Notfall nicht behandeln, Sie verschwenden Geld, einen sechs wöchigen Aufenthalt in der Psychatrie kostet eine Menge Geld. Also entweder sie machen es richtig, oder sie lassen es einfach.
Ansonsten schliesse ich mich den äusserungen meines Kollegen an.
am Montag, 15. Februar 2010 um 09:48
 

entgegen jeder religiösen dokrin und gutmenschenideologie...

hat der mensch wohl ein recht auf sterben. entscheidet sich jemand fürs sterben und ist therapierefraktär, dann ist dieser wunsch zu respektieren.
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Ärzte als Suizidhelfer?

Die Forderung des Medizinethikers Jochen Taupitz, Ärzte sollten Beihilfe zum Suizid leisten, hat für Aufregung gesorgt. Der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, lehnt dies entschieden ab: „Wir sind keine Mechaniker des Sterbens, wir sollen Leben retten.“

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