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am Freitag, 9. Juli 2010 um 12:02
 

kann dem nicht zustimmen...

tut mir leid, aber ich kann das so nicht bestätigen. wir müssen uns einfach mal von diesen ewigen verallgemeinerungen lösen! sicher, die klinik, die du dir angeschaut hast, war offensichtlich sch... ABER, deshlab gehst du ja auch nicht da hin!!! wärst du auch schön blöd gewesen. das allerwichtigste ist, dass man sich die klinik, die einen interessiert, ganz genau anschaut bevor man zusagt. und wenn das gefühl nicht stimmt - bleiben lassen. das hat recht wenig mit dem land zu tun. ich denke, ich kann das mittlerweile beurteilen nach 2 jahren deutschland (inkl AiP), 7 jahren schweden und 1 jahr australien. ich fühle mich hier am wohlsten. und ich könnte dir noch mindestens 2-3 häuser hier nennen (1 in wien und 2 in nö), die ich mir angeschaut habe (kann nat. nur f. mein fach sprechen), in denen ich mich auch wohlfühlen würde. die hatten nur leider gerade keine fa-stelle als ich sie brauchte.
man ist hier sicher schneller beim "du" als in vielen häusern in d (sorry, verallgemeinerung) und hier bei uns kuscht keiner vor dem herrn primar - das ist nämlich auch ein sehr netter kerl. dass das nat. an grossen häusern anders ist, das ist doch ganz klar! das ist aber in d genauso. man muss einfach gleiches mit gleichem vergleichen.
zum gehalt kann ich nur soviel sagen: ja, es ist sicher etwas niedriger hier als in d, aber mit 4 diensten und den klassegeldern kann ich mich so schon nicht beklagen (man muss auch nicht im monat € 10.000 netto + dienstwagen verdienen um glückleich zu sein - so wie ich das in australien getan habe...).
aber in austria gibt es einen RIESENvorteil: du kannst eine wahlarztordination eröffnen; das dauert natürlich bis das rund läuft das ist mir schon klar; ich habe aber vor, das irgendwann im nächsten jahr zu tun (warum bitte sollte ich das nich schaffen, wenn es schon 1000e andere vor mir geschafft haben? also spart euch nun bitte diesbezügliche unkenrufe!). und das wird mit sicherheit schlussendlich ein schönes zubrot - und da kann ich dir garantieren, dass ich dann insgesamt finanziell besser dastehe als ein "normaler" deutscher oberarzt, der diese möglichkeit eben nicht hat. ausserdem bekommst man damit sicherlich eine interessante möglichkeit zur variation des berufsalltags. eben klinik UND sebständigkeit in der niederlassung. also ich finde das toll, freue mich darauf und sehe es positiv, dass man durch die niederlassungsfreiheit in A und das wahlarztsystem enfach gewisse freiheiten hat.
bei den turnusärzten geb ich dir recht, die lernen nat. nicht operieren hier, dafür aber patienten in der ambulanz versorgen, aufnahmen usw. sorry, irgendjemand muss es halt machen, in d hiess derjenige halt früher aip und nun junger assistenzarzt. und zu unseren 2 chirurgischen assistenten kann ich nur sagen, die können was, die haben das operieren hier ziemlich gut beigebracht bekommen und sind sicherlich nicht schlechter als wir jungen assis in schweden waren oder als der durchschnittsdeutsche. und sie waren nicht nur in unsererm haus, sondern rotiern durch mind. 3-4 niederösterr. häuser während der ausbildung. weiters habe ich einen kollegen in australien gehabt (unfalchirurg auch aus nö), der ist auch schon 2001 mit 2000 op's in die FA-"prüfung".

ich möchte als fazit nochmals betonen: es kommt auf das richtige haus mit richtigen kollegen an! das muss man sich GENAU anschauen! aber das ist nicht generell vom land abhängig (auch in D wirst du an vielen häusern extreme chefarzthörigkeit erleben! und an anderen eben nicht - das ist genau wie hier; es gibt überall nette und doofe!)
liebe grüsse
jandie
am Freitag, 16. Juli 2010 um 09:41
 

In Österreich scheint es ja echt Probleme zu geben.

Diese drei Zeitungsartikel klingen echt nicht gut. Vor allem die Kommentare darunter. Ist es inzwischen so viel ärger geworden?

http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/581266/index.do?from=gl.home_bildung
http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/581313/index.do?direct=581266&_vl_backlink=/home/bildung/universitaet/581266/index.do&selChannel=
http://derstandard.at/1277338106532/Turnusaerzte-76-Stunden-Woche-wenig-Gehalt-schlechte-Ausbildung
am Freitag, 16. Juli 2010 um 11:28
 

wird wohl so sein

ich kenne viele österreich absolventen (und nicht nur von deutschen , die in österreich studeirte haben), die das land am strome verlassen gen d.
dazu kommt wirklich, dass die zahl deutscher bewerber für normale fa/oa stellen in ö sich gegen null bewegt und aus dem eigenen land auch nix zu erwarten ist. und wenn ich mir hier die vivantes-diskussion anschaue: so viel gibts eben hier nicht. der sparzwang kommt auch hier an: 80 mio zuschuss für die spitäler in einem bundesland p.a. - das geht heutzutage nicht mehr gut, es wird ungemütlicher. und wenn dann die umgebung nicht mehr stimmt, wird die heimatliebe groß (stefan heym sagte mal: heimatliebe entwickelt man in der fremde...) sonnige grüße (nicht nur vom wetter, auch vom gemüt her) frusti
am Freitag, 23. Juli 2010 um 09:36
 

Ueber die Hausaerzte schreiben sie momentan in aut auch viel.

http://www.profil.at/articles/1027/560/272937/wie-ihr-hausarzt

am Sonntag, 11. September 2011 um 14:25
geändert am 11.09.2011 14:27:47
 

An grosserosser: Neurochirurgie in Wien

Habe mich im August an 2 Neurochirurgien ausser AKH beworben, immer hiess die Antwort keine Stellen frei. Mich würde interessieren von wo du die Information hast und ob wir uns austauschen könnten!?

MfG
Nasoum
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Österreich

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