Jetzt gibts schon 6-fach-impfungen und die nächste Steigerung steht ins Haus. Wieviel Zeit soll ich dann fürdas Bequatschen einer einzigen Impfungen mit Indi-kation, Kontraindikation, Nebenwirkung, möglichen Impfschäden etc verbringen. Es wird Zeit, daß die Honorierung Mehrfachimpfungen im gegensatz zu der Grippe-impfung, die ja üblicherweise ebenso wie die Tetanusimpfung (die man besser mit Diptherie kombiniert)akzeptiert wird, besser honoriert wird. Für diesen Schritt setzt sich ein
Sie sprechen mir aus der Seele, Herr Kollege! Kommen die sog. Patienten und stehlen dem Arzt seine ohnehin knappe Freizeit, die er viel nützlicher auf dem Golfplatz zubringen könnte. Zur Impfung wollen sie zusätzlich noch darüber bequatscht werden, wo das Risiko einer ärztlichen Behandlung liegt, und das völlig überflüssig, haltlos und unbegründet. So kommt man als Arzt nie auf einen grünen Zweig. Kaum dass man jeden Handgriff nur mit besonderer Begründung zu einem überhöhten Satz abrechnen kann, nein, eine freundliche Begrüßung des Patienten kann ja überhaupt nicht extra abgerechnet werden! Deswegen mein Vorschlag:lassen wir künftig jede unbezahlte Freundlichkeit gegenüber Kassenpatienten entfallen! Die GOÄ ist völlig ärztefeindlich ausgelegt, und das Patientenmaterial nimmt über die Scheinvertretung in Form der Krankenversicherungen, öffentliche wie private, immer mehr ungebührenden Einfluss auf die ärztliche Selbstbedienung. Seit Bestehen der rot-grünen Regierungskoalition erfordert beispielsweise die Anschaffung eines jährlichen Reihenhauses zur Anlage des knappen erwirtschafteten Einkommens einen immensen, nicht zu rechtfertigenden Aufwand an Strategie gegen die ärztefeindliche Steuergesetzgebung. Kaum, dass sich der Mercedes SLK der Ehefrau steuermindernd anrechnen lässt. Selbst die Fortbildungsveranstaltung bzgl. der Epidemiologie des Grippevirus in Florida bzw. auf Bali, mit Begleitung der Gattin, wird nur zögernd vom Finanzamt akzeptiert. Ist der Arzt zur Melkkuh der Nation verkommen, und das in Zeiten von BSE und MKS? Dr. Blockwart
Könnte das sein, dass sich hinter diesem hochtrabenden Anonymus nur ein mieser, hochstapelnder Kleingeist versteckt? Einer von denen, die keinen Unterschied zwischen Bruttolohn und Vorsteuereinkommen eines Freiberuflers kennen? Dann werde mal Vertragsarzt, Du Schlaumeier, und dann schau wo du bleibst mit deinem tollen steuerpflichtigen Einkommen, wenn Du 30% Deiner Arbeit ohne Spendenquittung der notleidenden GKV schenken darfst! Und ausserdem noch die Altersvorsorge und Krankenkasse und Krankentagegeld aus der eigenen Tasche zahlen darfst - den Neukauf Deines Arbeitsplatzes alle 10 Jahre natürlich auch! Merke: Für's Netto-Klimpergeld eines Oberstudienrats bei vergleichbarer sozialer Absicherung musst Du schon 220.000 vor Steuern verdienen - und das mach mal vor, Du Hanswurst!
beim Lesen Ihrer Zeilen überkam mich ein leichter Anflug von Konsternierung ob Ihres schroffen Tones, der so in unseren Kreis nun mal nicht üblich ist. Meine Verstimmung legte sich jedoch alsbald, als ich glücklicherweise feststellen musste, dass Sie
1. nur ein Allgemeinmediziner und 2. nicht einmal promoviert sind.
Damit erklärt sich einiges und es erübrigt sich eigentlich ein Kommentare meinerseits zu dem Kommentar Ihrerseits.
Nichtsdestotrotz erlaube ich mir einige wenige Anmerkungen. Nehmen Sie diese bitte als meinen wohlwollenden Rat an Sie an.
Mir fällt auf, dass Sie wohl nur an das liebe Geld denken. Sind Sie so auf das Materielle fixiert? Arzt ist man nicht um des Einkommens oder gar des Prestiges willen, Arzt ist man aus Berufung im eigentlichen Wortsinne. Der Dienst und die Hilfe für den Mitmenschen steht im Vordergrund. Konzentrieren Sie sich auf das Wohl der Patienten! Das angemessene Einkommen stellt sich von selbst ein. Privatpatienten bekommen Sie nur, wenn Sie sich für diesen Personenkreis durch Leistung qualifizieren.
Eine conditio sine qua non (für Nichtlateiner wie Sie: eine Kondition, ohne die es nicht...) ist allerdings der entsprechende Titel vor der Berufsbezeichnung. Dadurch, dass Sie vorzeitig die Uni verlassen mussten, haben Sie sich zwar schon im Voraus deklassiert. Geben Sie sich noch einmal Mühe, suchen Sie sich einen Doktorvater und lassen Sie sich nachpromovieren! Hilfreich ist es, Kontakte zu knüpfen zu medizinischen Fakultäten auf dem Balkan. Fassen Sie die nötigen Vorleistungen als eine Investition in Ihre Zukunft auf. Unzählige Ihrer Kollegen haben diesen Weg schon beschritten und solcherart in kürzester Frist eine respektable akademische Karriere hinter sich gebracht.
Als Alternative kann ich Ihnen nahe legen, sich im Schuldienst zu bewerben. Wenn Sie in Ihrem derzeitigen Beruf auch keinen Erfolg erzielen, so könnten sich Ihre Probleme im Beamtenstatus ganz von alleine lösen. Dessen Anforderungen erfüllen sogar Sie allemal. Ein Einkommen, das Sie derzeit brutto erzielen, könnten Sie so mühelos netto einstreichen, und das bei derartig vielen Ferien, gesicherter Altersversorgung und als Privatpatient. Und der Ärzteschaft blieben weitere blamable Ausfälle erspart.
Besinnen Sie sich, vor allem aber arbeiten Sie an Ihren überbordenden Emotionen und Ihrem überschäumenden Charakter!
In diesem Sinne mit vorzüglichster Hochachtung Dr. h. c. mult. Blockwart
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