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am Mittwoch, 12. Oktober 2011 um 18:04
geändert am 12.10.2011 18:35:38
geändert am 12.10.2011 18:37:16
 

Niederlassung Allgemeinmedizin

Als Student im PJ mache ich mir im Moment so meine Gedanken über meine berufliche Zukunft. Nach initial vielen Gedanken an eine wissenschaftliche Unikarriere und vielen Anstrengungen in diese Richtung erwäge ich den Schritt Richtung Allgemeinmedizin und Niederlassung, da mich eine ganzheitliche Medizin, der langjährige Kontakt zu den Patienten und seine Familie sowie die Aussicht der selbsständigen Arbeit ohne Chef reizt. Mir ist vollkommen bewußt, dass die Niederlassung als Allgemeinmediziner auch negative Seiten hat, z.B. die fehlende Möglichkeit des kollegialen Austausches, die "Schein"selbsständigkeit im KV-System, die allgemeinen Risiken einer Selbsständigkeit. Ich möchte nicht Hausarzt werden, um mich zu bereichern, aber die Diskussion über die Einkommen der Niedergelassenen macht einem den Gedanken an diesen Weg nicht leicht und man weiß nicht, was man so recht glauben soll. Den vielen Niedergelassenen, die stöhnen, da sie kaum von ihrer Tätigkeit leben können? Den KK, die behaupten, jeder Niedergelassene sei Spitzenverdiener? Den Anzeigen im Ärzteblatt (Hausarztnachfolge: doppeltes OA-Gehalt ..., Allgemeinpraxis Ostsee Vorsteuergewinn 270 T€, DÄ 07.10.11). Wo liegt da die Wahrheit? Jede Statistik behauptet was anderes.
am Donnerstag, 13. Oktober 2011 um 10:13
 

Allgemeinmedizin

Hallo, mann MUSS ja nicht als Alleinunterhalter arbeiten... Bei Interesse können uns gern mal per mail austauschen. Gruß G.
am Donnerstag, 13. Oktober 2011 um 19:09
 

Ganz einfach:

Spitzenverdiener? Den Anzeigen im Ärzteblatt (Hausarztnachfolge: doppeltes OA-Gehalt ..., Allgemeinpraxis Ostsee Vorsteuergewinn 270 T€, DÄ 07.10.11). Wo liegt da die Wahrheit? Jede Statistik behauptet was anderes.
Je kreativer die Abrechnung, je mehr Scheinchen man schieben kann, je gesündere Patienten man hat und je behilflicher bei diesen Dingen die Arzthelferinnen sind, und je mehr du junge Kollegen bescheisst indem du ihnen kein ordentliches Einkommen bezahlst, je mehr wirst du verdienen. Ganz einfach.
am Donnerstag, 13. Oktober 2011 um 22:00
 

Mottenkiste

"Viele Scheine machen, je jünger und gesünder die Patienten desto profitabler das Arbeiten", dassind ja Weisheiten aus der Mottenkiste und zeugen von wenig Sachverstand.
G.
am Samstag, 15. Oktober 2011 um 14:01
 

unter 8 Minuten....

was ein Druck!!!! ...im Schnitt unter 8 Minuten pro Patient (so im aktuellen DAEB)... und das 8-10 Stunden pro Tag - ohne wesentlichen Einfluss auf die Finanzen (nur im Ausgabenbereich)...wenn Du das aushaelst ueber viele Jahre...dann viel Spass.
Wenn Dir das Durchschnittseinkommen eines niedergelassenen Allgemeinarztes dann im Hinblick auf Deine 10-12 jaehrige Ausbildung auch angemessen erscheint und Du damit das finanzieren kannst, was Du Dir fuer Dich, Deine Familie und Deine Kinder so vorstellst...warum nicht...? Viel Verantwortung fuer Betrieb und Angestellte, alles auf Deinen Schultern aber kaum Einfluss auf Betriebsablauf oder Ausgaben oder Betriebsgewinn.....

Bei mir hat das seltsamerweise nicht geklappt...obwohl mir mein Steuerberater sagte, dass die Ausgaben im Verhaeltnis zu den Einnahmen im Vergleich zu anderen Praxen ganz ok war...und ich habe kein Segelboot an der Cote d'Azur liegen....dazu habe ich mir noch weit mehr als 8 Minuten pro Patient erlaubt....auf Kosten der Zeit mit meiner Familie.... Rechne mal mit ganz kuehlem Kopf durch....und gehe nicht davon aus, dass Du die Praxis, die Du fuer viel Geld gekauft hast dann wieder verkaufen kannst.....in ein paar Jahren wirst Du froh sein, wenn Deine Praxis jemand "fuer lau" uebernimmt....weil es so viele im Angebot geben wird und keiner mehr den Job machen will. Rechne mal aus mit Rente, ein bisschen Musikunterricht fuer die Kleinen vielleicht...

Ich bin dann gegangen....nach 12 Jahren....., alles abegeben, ganz neu angefangen.......und habe es nie bereut...Gruss von down under
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