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Mammographie: Erste Screening-Einheiten arbeiten bereits

Freitag, 20. Januar 2006

Berlin. Mit Jahresbeginn 2006 arbeiten die Referenzzentren für das bundesweite Mammographie-Screening, die ersten Screening-Einheiten sind bereits Ende 2005 gestartet. Damit sei die letzte Etappe bei der Einführung des Mammographie-Screenings eingeleitet, betonten Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie am 19. Januar. Flächendeckend soll das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening nach europäischen und deutschen Leitlinien im Jahr 2007 eingeführt sein. „Unser erklärtes Ziel ist es, 70 Prozent aller berechtigten Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zur Teilnahme zu motivieren und die Sterblichkeit an Brustkrebs um 30 Prozent zu verringern“, sagte Dr. med. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der KBV.

Beschlossen wurde das bundesweite qualitätsgesicherte Mammographie-Screening im Juni 2002 durch den Deutschen Bundestag. Er forderte die KBV und die Spitzenverbände der Krankenkassen auf, das Screening flächendeckend bis 2003 einzuführen. Dieser Zeitplan verzögerte sich aus organisatorischen und rechtlichen Gründen. Unter anderem mussten die Meldeverordnungen der Länder geändert werden, um die Einladung der berechtigten Frauen aufgrund der Meldedaten zu ermöglichen. 2004 und 2005 gründete die Selbstverwaltung die Referenzzentren, die die Fortbildung und Betreuung der beteiligten Ärzte gewährleisten und die externe medizinische und technische Qualitätssicherung sowie die Auswertung des Programms sicherstellen sollen. Die Referenzzentren in Münster, Bremen und Wiesbaden arbeiten bereits, das Zentrum in Berlin wird seine Arbeit am 1. April 2006 beginnen.

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Kennzeichen des bundesweiten Mammographie-Screening-Programms sind unter anderem ein Einladungssystem auf Grundlage amtlicher Meldedaten, um eine möglichst hohe Teilnahmerate zu erreichen, die Vorgabe von Mindestuntersuchungszahlen (5000 Mammographien jährlich) für die am Programm teilnehmenden Ärzte, ein strukturiertes Zusammenwirken aller beteiligten Ärzte, unter anderem durch eine obligatorische Doppelbefundung aller Mammographien, eine in das Programm integrierte, qualitätsgesicherte Abklärungsdiagnostik sowie eine regelmäßige Überprüfung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der beteiligten Ärzte und entsprechende Zertifizierung durch die Kooperationsgemeinschaft. /ER © EB/aerzteblatt.de

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