Düsseldorf - Die niedergelassenen Ärzte in Nordrhein sollen im Jahr 2006 Heilmittel für maximal 390 Millionen Euro verordnen. Darauf haben sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des Landesteils und die Krankenkassenverbände geeinigt. „Nach Angaben der Krankenkassen drohten die Kosten aus dem Ruder zu laufen, deshalb sind wir jetzt zu sparsameren Verordnungen gezwungen“, erklärte der Vorsitzende der KV, Dr. Leonhard Hansen.
KV und Kassen hätten die Richtgrößen auf der Basis tatsächlicher Ist-Ausgaben für jede Fachgruppe berechnet. Dabei unterschieden sie Mitglieder, Familienangehörige und Rentner. „Es werden aber auch Praxisbesonderheiten berücksichtigt, zum Beispiel Krankengymnastik oder Lymphdränage nach chirurgisch/orthopädischen Operationen“, hieß es aus der KV. „Notwendige Behandlungen können auch unter diesen neuen Richtgrößen verordnet werden“, betonte Hansen. /hil
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