Johannesburg - Im Süden von Afrika leiden trotz guter Ernten drei Millionen Menschen Hunger. „Gute Ernten bedeuten nicht zwingend, dass die Menschen genug zu essen haben“, erklärte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) am Mittwoch im südafrikanischen Johannesburg. Gute Ernährung sei wichtig, um Aids zu bekämpfen. Aber es sei sehr schwierig, die Weltgemeinschaft vom Ausmaß der Massenerkrankung zu überzeugen, „wenn das Elend der Menschen hinter grünen Feldern und guten Ernten versteckt ist“, betonte WFP-Direktor James Morris.
Viele Menschen im Süden von Afrika seien von Hilfen abhängig, weil sie selbst nicht genügend anbauen könnten, um zu überleben, oder nicht genügend Geld hätten, um Lebensmittel einzukaufen. Neun der zehn höchsten Aids-Raten weltweit seien im südlichen Afrika zu verzeichnen. In Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe und Swasiland sind schätzungsweise mehr als sechs Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. In diesen Ländern seien viele Menschen zu krank oder zu jung, um ihre Felder bestellen oder ihren Lebensunterhalt verdienen zu können, erklärte der Chef des UN-Programmes. Viele Familien müssen ihr Geld demnach für Medikamente und Beerdigungen ausgeben. /afp
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