Heidelberg - Rund zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland wünschen sich rauchfreie Gaststätten. Das ergab eine repräsentative Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung, die im September 2006 vorgestellt wurde. Auftraggeber war das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg.
Bereits im Februar 2005 und 2006 befragte die Gesellschaft die Bürger zu dem Thema. Während sich im Februar 2005 52,9 Prozent der Befragten für rauchfreie Gaststätten aussprachen, waren es im Februar 2006 bereits 59,1 Prozent und im September 2006 stieg die Zustimmung auf 63,8 Prozent.
Erstmals wurden im September 2006 die Befragten zusätzlich nach ihrem Wahlverhalten gefragt: Unter den Wählern der Koalitionsparteien sprechen sich der Umfrage zufolge 67 Prozent der CDU/CSU-Wähler und 63 Prozent der SPD-Wähler für rauchfreie Gaststätten aus. Noch höher ist die Zustimmung mit jeweils 70 Prozent bei den Wählern von Bündnis 90 /Die Grünen und den Linken. Auch 64 Prozent der FDP-Wähler möchten rauchfreie Gaststätten.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum betont, dass jüngste wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt haben, dass Passivrauchen für Beschäftigte in der Gastronomie und für Gäste eine enorme, unverantwortbare Gesundheitsgefährdung darstellt. © hil/aerzteblatt.de
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