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Bundesärztekammer: Kritik an Planungen zum Nichtraucher-Schutz

Freitag, 8. Dezember 2006

Berlin - Die beabsichtigten Regelungen der großen Koalition zum Nichtraucher-Schutz hat die Bundesärztekammer (BÄK) scharf kritisiert. „Die Bundesregierung scheint durch die Propaganda der Tabaklobby völlig vernebelt zu sein“, kommentierte BÄK-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe die Bedenken der Regierung, das Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden und Gaststätten zu verbieten. „Niemand bestreitet doch, dass Passivrauchen höchst gesundheitsschädlich ist. Deshalb haben unsere Nachbarländer schon längst reagiert und Rauchverbote durchgesetzt. Das ist vorsorgender Gesundheitsschutz, an dem sich die Koalition ein Beispiel nehmen kann“, so der Ärztepräsident. 

Tabakrauch sei nicht nur eine Belästigung, er fördere Lungenkrebs und Herzkrankheiten, schädige besonders Kinder, Schwangere und nicht rauchende Angestellte. Toxikologische und klinische Untersuchungen belegten wissenschaftlich fundiert das Passivrauchen die Gesundheit gefährdet. „Deshalb besteht dringender Handlungsbedarf für einen wirksamen Nichtraucherschutz. In solchen Fragen darf es auch keine föderalen Eifersüchteleien geben“, sagte Hoppe. © hil/aerzteblatt.de

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