Freiburg – Die Neugeborenen-Intensivstation des Universitätsklinikums Freiburg kann ab sofort wieder sämtliche Risiko-Schwangerschaften betreuen. Der Aufnahmestopp für frühgeborene Kinder, die vor der 28. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, ist aufgehoben. Am 2. Februar 2012 hatte das Klinikum über eine Infektion und drei Besiedlungen mit dem MRSA-Erreger (Methicillin-resistente Staphylokokken) informiert.
Aus Sicherheitsgründen galt ein Aufnahmestopp für Risiko-Schwangere, die vor der 28. Woche entbinden mussten. Schwangere, die nach der 28. Woche vorzeitig entbinden mussten, und ihre Kinder konnten die ganze Zeit über im Universitätsklinikum Freiburg versorgt werden. „Schwangere waren und sind bei uns bestens versorgt und betreut“, versicherte Gerald Gitsch, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik Freiburg.
Die Uniklinik Freiburg hat eine zweite Neugeborenen-Intensivstation in der Universitäts-Frauenklinik eingerichtet. Diese ist räumlich und personell von der Station vollständig getrennt, auf der die betroffenen MRSA-positiven Kinder liegen. Die Patienten auf den beiden Stationen werden von getrennten Pflege- und Ärzteteams betreut. Neuaufnahmen werden ausschließlich auf der neuen Station versorgt. Es gibt keine gemeinsam genutzten Bereiche.
„Die Behandlung von neu aufgenommenen Kindern wird nur
durch gescreentes und MRSA-negatives Personal vorgenommen“, betonte Philipp
Henneke, Infektionsmediziner und Hygienebeauftragter der Kinderklinik.
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