Köln – Das Modul „Herzinsuffizienz“ im Disease-Management-Programm (DMP) Koronare Herzkrankheit (KHK) entspricht im Wesentlichen dem Stand der medizinischen Wissenschaft. Das berichtet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Allerdings identifizierte das Institut eine Reihe von Aspekten, die ergänzt und spezifiziert werden könnten.
Die IQWiG-Wissenschaftler haben systematisch nach neuen Leitlinien gesucht, deren methodische Qualität bewertet und daraus relevante Empfehlungen zu Diagnose und Therapie von Herzinsuffizienz zusammengestellt. Zudem haben sie dokumentiert, wie hoch die Leitlinienautoren die Belastbarkeit der Empfehlungen einstufen. Erneut überprüft haben sie die Quellen der Empfehlungen allerdings nicht.
zum Thema |
Zu den Aspekten, die im DMP-Modul bislang noch fehlen, aber in mehreren Leitlinien mit hohem Empfehlungsgrad versehen sind, gehören unter anderem der Einsatz von Herzschrittmachern und der kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) bei Vorhofflimmern sowie die elektrische Kardioversion, die Grippeschutzimpfung, die Beratung zu sexueller Aktivität sowie der Umgang mit älteren Patienten.
Darüber hinaus empfehlen die Leitlinien die Behandlung von
begleitenden Erkrankungen beispielsweise des Diabetes mellitus und der
Schlafapnoe bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Im DMP-Modul zwar bereits
enthalten, in aktuellen Leitlinien aber ausführlicher beschrieben wird die
Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck. Hier enthalten die Leitlinien laut
IQWiG zusätzliche Empfehlungen.
| Versenden | Teilen |
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.