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| dapd |
„Wir werden schon bald nicht mehr genügend Pflegekräfte haben, um unsere immer älter werdende Bevölkerung zu betreuen“, sagte der Organisator des Symposiums, Ralf-Joachim Schulz, Lehrstuhl für Geriatrie der Uniklinik Köln und kommender Präsident der DGG. Er bezog sich damit auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes, nach denen bereits 2025 etwa 152.000 Pflegerinnen und Pfleger in Deutschland fehlen werden. Der Personalmangel gelte für den ambulanten Bereich, zum Beispiel für ambulante Pflegedienste, aber auch für Krankenhäuser, die schon heute häufig an ihre Kapazitätsgrenzen stießen.
Ursache dafür ist einerseits das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung in Deutschland, denn immer mehr alte Menschen brauchen immer mehr Betreuung. Aber auch gesellschaftliche Veränderungen spielen eine wichtige Rolle, zum Beispiel der Trend zu Single-Haushalten, auch und gerade bei Älteren. „Schon jetzt leben 43 Prozent der Frauen über 65 Jahren in solchen Single-Haushalten“, sagte Michael Meyer von Siemens Deutschland Healthcare auf dem Symposium.
Viele Betreuungsaufgaben, die früher die Familie übernommen habe, müsse daher heute das Gesundheitswesen abdecken. Intelligente Assistenzsysteme für ältere Menschen könnten ihnen dabei helfen, möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Gleichzeitig sei aber wichtig, auch die Kliniken, Pflegeheime und ambulanten Pflegedienste mit Hilfsmitteln auszustatten, die ihnen die Arbeit vereinfachten.
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Ältere Menschen wünschten sich, möglichst lange zu Hause selbstbestimmt zu leben. Dafür seien sie auch für technische Möglichkeiten sehr aufgeschlossen. „Ältere Menschen können sehr gut mit junger Technik umgehen“, betonte sie, die Assistenzsysteme müssten nur gut zu bedienen sein und ihre Aufgaben wirklich erfüllen.
Technikängste und -vorbehalte seien äußerst selten, auch bei
den Angehörigen, im Gegenteil: „Wer einmal in der Wohnung gestürzt ist und sich
nicht zu helfen wusste, der verlangt nach Assistenzsystemen, die ihn
unterstützen und bei Bedarf Hilfe organisieren“, sagte sie. Vorbehalte gegen
solche Systeme gebe es vor allem bei jüngeren Menschen, die mit den Problemen
Älterer noch wenig zu tun hätten.
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