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Mehr Sterbehilfe-Fälle in der Schweiz

Montag, 20. Februar 2012

Genf – Die Sterbehilfe-Fälle der Schweizer Organisation Dignitas haben einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr um 35 Prozent zugenommen. Insgesamt 144 Menschen hätten im Jahr 2011 mit Unterstützung der Organisation ihr Leben vorzeitig beendet, berichtete die SonntagsZeitung unter Berufung auf Zahlen der Polizei. Außer fünf seien alle Kunden der im Kanton Zürich ansässigen Sterbehilfe-Organisation aus dem Ausland gewesen. Wieviele Menschen genau Dignitas im Jahr 2010 in den Tod begleitete, ließ die Zeitung offen.

Nach Angaben des Blatts stieg auch bei der Züricher Sterbehilfe-Bewegung Exit die Zahl der Fälle im vergangenen Jahr um 17 Prozent von 257 auf 300. Die meisten Betroffenen hätten unter Krebs gelitten, sagte der Vize-Vorsitzende Bernhard Sutter dem Blatt. Demnach waren die Kunden im Durchschnitt 76 Jahre alt. Im Gegensatz zu Dignitas gewährt Exit Sterbehilfe nur Kunden, die ihren ständigen Wohnsitz in der Schweiz haben.
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Passive Sterbehilfe ist in der Schweiz erlaubt, solange keine „egoistischen Motive“ vorliegen. Bei einer Volksabstimmung im vergangenen Mai lehnten Zürichs Wähler alle Vorschläge ab, Sterbehilfe generell zu verbieten oder sie zumindest auf die Bewohner des größten Kantons zu begrenzen, um dem sogenannten Sterbetourismus ein Ende zu bereiten. © afp/aerzteblatt.de

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