Heidelberg – Ein Netzwerk zur Versorgung von Patienten mit akutem Tinnitus hat eine Forschergruppe am Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung (Viktor Dulger Institut, DZM) gegründet.
Im Falle des akuten Tinnitus kann die medikamentöse Akutversorgung oft nicht zufriedenstellend helfen. Viele Patienten leiden nach der Behandlung mit Kortison-Infusionen oder durchblutungsfördernden Medikamenten weiterhin stark an ihren Ohrgeräuschen.
An diese Patienten richtet sich eine derzeit am Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung in Heidelberg laufende Therapiestudie. Mit Hilfe bildgebender und HNO-medizinischer Verfahren wird die Wirkung einer neuro-musiktherapeutischen Behandlung für Patienten mit akutem Tinnitus überprüft.
In diesem Zusammenhang hat die Forschergruppe ein Kooperationsnetzwerk mit niedergelassenen HNO-Fachärzten aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz gegründet. Ziel dieses Netzwerkes ist die optimale Weiterbehandlung von Akutpatienten mit Tinnitus nach Abschluss der ärztlichen Erstversorgung.
Die HNO-Ärzte, die sich diesem Verbund angeschlossen haben,
können ihre Patienten mit akutem Tinnitus nach Abschluss der medikamentösen
Akuttherapie direkt nach Heidelberg weiterleiten und ihnen somit die
Möglichkeit geben, an der Therapiestudie teilzunehmen. Die HNO-Praxen werden
dann laut der Gruppe umfassend über die Behandlungsergebnisse sowie über den
Verlauf der Studie informiert. HNO-Praxen erreichen das Netzwerk unter der
Telefonnummer 06221 / 83 38 60.
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