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KV Baden-Württemberg kritisiert IGeL-Politik der Kassen

Mittwoch, 22. Februar 2012

Stuttgart –Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KV) hat die Kritik verschiedener Krankenkassen und des Spitzenverbandes Bund der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) zurückgewiesen. „Es bedarf ausgefeilter Anti-Kater-Rezepturen, um die Nachwehen auszuschalten, wenn die Kassen im IGeL-Monitor des GKV-Spitzenverbandes die niedergelassenen Ärzte als qualitätsbefreite und evidenzlose Abzocker hinstellen, während einzelne Krankenkassen die identischen Leistungen […]als werbewirksame Satzungsleistung anbieten“, sagte deren Vorstandsvorsitzender Norbert Metke.

Er betonte, wer sich als Gralshüter der Beitragsstabilität aufführe und gleichzeitig die Erstattung nicht verschreibungspflichtiger Medikamente ermögliche, deren Entfernung aus dem Leistungskatalog der GKV er einst selbst forderte, müsse sich fragen lassen, ob er ernst genommen werden wolle.
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Völlig zu Recht bezeichne der GKV-Spitzenverband im IGeL-Monitor beispielsweise die Bachblütentherapie als Scheinbehandlung, einzelne Kassen erstatteten diese jedoch im Rahmen der homöopathischen Behandlung, so Metke.

Erfreut über die Resonanz auf den sogenannten IGeL-Monitor äußerte sich unterdessen der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes. Das neue Internetportal, das sich „als Orientierungshilfe im ärztlichen Angebotsdschungel“ versteht, registrierte in den ersten zwei Wochen mehr als 200.000 Besucher. Nach anfänglichen Spitzenwerten suchten jetzt täglich 5.000 bis 7.000 Nutzer Rat über bestimmte IGeL oder stöbern nach Wissenswertem in den weiteren Informationsangeboten des Portals, hieß es aus dem Medizinischen Dienst.
© hil/aerzteblatt.de

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