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| dpa |
Die Studie beruht auf Untersuchungen, die Experten der französischen Behörde vor Ort vorgenommen haben, sowie auf offiziellen Angaben Japans. Das IRSN erinnerte daran, dass im Atomkraftwerk (Akw) Fukushima auch durch Wasserstoffexplosionen 58 Billiarden Becquerel Cäsium freigesetzt wurden – etwa ein Drittel der Menge, die beim Unfall von Tschernobyl in die Atmosphäre gelangte. Davon seien heute noch 98 Prozent in der Umwelt, im Jahr 2020 würden es noch 81 Prozent sein, betonte Didier Champion, der beim IRSN für Krisen verantwortlich ist. Die Verseuchung der Umwelt werde noch „zahlreiche Jahre“ andauern.
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Insgesamt wurden dem Bericht zufolge rund 24.000 Quadratkilometer Land mit Cäsium 137 verseucht. Der vom ISRN als kritisch erachtete Grenzwert von 600.000 Becquerel pro Quadratmeter wird demnach zwar nur auf rund 600 Quadratkilometern überschritten.
Aber selbst in den weniger stark verseuchten Gebieten gebe es ein Risiko, weil sich die geringen Strahlendosen im Laufe der Zeit ansammelten, warnten die französischen Experten. Daher müssten bestimmte Nahrungsmittel wie Milch, Obst, Pilze, Fisch und Fleisch dauerhaft auf ihre Strahlenbelastung hin überprüft werden.
Bisher sei kein direkt auf den Unfall im Akw Fukushima zurückzuführendes Todesopfer gemeldet worden, heißt es in dem Bericht weiter. Es gebe aber zahlreiche „Ungewissheiten“ bezüglich der langfristigen Auswirkungen auf die Bevölkerung sowie die Beschäftigten des Atommeilers und die Sicherheitskräfte, die während des Unfalls im Einsatz waren.
Insgesamt sei die Strahlenbelastung durch Fukushima deutlich niedriger als die durch den Unfall im ukrainischen Tschernobyl, fasste das Strahlenschutzamt seine Beobachtungen zusammen. Dies sei dadurch zu erklären, dass große Mengen der radioaktiven Emissionen im Pazifik gelandet seien.
Die französische Studie bestätigt einen am Freitag veröffentlichten Bericht des japanischen Umweltministeriums. Demnach wurden zwischen Anfang November und Mitte Dezember bei Messungen in der nach dem Unfall evakuierten Zone sehr hohe Strahlenwerte festgestellt. In mehreren Städten lag die jährliche Belastung bei 470 Millisievert. Unter normalen Bedingungen liegt dieser Wert, der die Strahlenbelastung für biologische Organismen misst, bei einem Millisievert pro Jahr.
Das Ministerium kündigte an, in bestimmten Gebieten solle
die Rückkehr der Bevölkerung möglich werden. Die Zonen müssten aber zunächst so
weit gesäubert werden, dass die Belastung 20 Millisievert pro Jahr nicht überschreite.
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