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Abgeschobene Kinder leiden unter schweren psychosozialen und gesundheitlichen Problemen

Mittwoch, 28. März 2012

Berlin – Bei Abschiebungen oder Rückführungen von Flüchtlingen und Migranten werden das Kindeswohl und die seelische Gesundheit von Kindern nicht ausreichend beachtet. Dies ist das Ergebnis der UNICEF-Studie „Stilles Leid“. Dafür hat ein internationales Team aus Psychologen, Ärzten und Sozialwissenschaftlern 164 Jungen und Mädchen sowie 131 Eltern befragt. Sie waren 2010 aus Deutschland und Österreich – meist gegen ihren Willen – in den Kosovo zurückgebracht worden. Die systematische Untersuchung der Heranwachsenden und ihrer Familien zeigt: Viele leider unter schweren psychosozialen und gesundheitlichen Problemen.

Fast die Hälfte aller Jugendlichen (44,2 Prozent) leidet an Depressionen, ein Viertel (25,5 Prozent) berichtet von Gefühlen der Hoffnungslosigkeit und ein Fünftel (19,1 Prozent) empfindet das Leben als nicht lebenswert. Ein Viertel (25,5 Prozent) hat Suizidgedanken, was in einer Region mit traditionell niedrigen Suizidraten außerordentlich hoch ist.

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40 Prozent der Mädchen zwischen 6 und 14 Jahren hat große soziale Probleme, ein Drittel (33 Prozent) zeigt Symptome einer klinischen Depression, 35,2 Prozent leiden unter Angstzuständen.

Jedes dritte Kind zwischen 6 und 14 Jahren (29 Prozent) und jeder dritte Jugendliche (30,4 Prozent) in der Befragung leidet unter klinisch nachweisbaren posttraumatischen Belastungsstörungen und benötigt dringend psychiatrische Hilfe.

Zwei Drittel der befragten Kinder gehören einer ethnischen Minderheit an. Diskriminierung, Sprachbarrieren, fehlende soziale und psychologische Unterstützung im Kosovo verstärken die psychologischen Probleme.

„Bei allen Entscheidungen über Abschiebungen, von denen Kinder betroffen sind, müssen das Wohl jedes einzelnen Kindes und seine Gesundheit im Mittelpunkt stehen“, sagte Tom Koenigs, UNICEF-Vorstand und Vorsitzender des Menschenrechts­ausschusses des Deutschen Bundestages, bei der Vorstellung der Studie in Berlin. Kein Kind dürfe zurückgeführt werden, wenn seine gute körperliche und seelische Entwicklung nicht sichergestellt sind.

Aus den Staaten der Europäischen Union wurden 2010 mehr als 220 000 Migranten und Asylsuchende in ihre Herkunftsländer zurückgeführt – über 600 am Tag. Eine Vielzahl von Richtlinien soll dabei das Wohl betroffener Kinder, die Achtung familiärer Bindungen und der Gesundheit sicherstellen.

Doch in der Praxis spielen die besonderen Gefährdungen und Bedürfnisse der betroffenen Kinder und Jugendlichen oftmals kaum eine Rolle – so zum Beispiel im Rückführungsabkommen, das die deutsche Bundesregierung im Jahr 2009 mit dem Kosovo abgeschlossen hat.

Danach sollen 12. 000 Roma, Ashkali und „Ägypter“, die im Schnitt bereits 14 Jahre in Deutschland leben, zurückgeführt werden. Darunter sind etwa 5.000 bis 6.000 Kinder und Jugendliche. Die meisten von ihnen sind in Deutschland geboren und gehen hier zur Schule. © pb/aerzteblatt.de

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Claus-F-Dieterle
am Dienstag, 10. April 2012, 01:27

An donald-2

Hallo,
sehen Sie sich bitte die Videos an, wie Gott Depressionen heilt:
http://wunder-heute.tv/index.php?pos=0&&section=directory&lid=&cid=12

Mit guten Segenswünschen
Claus F. Dieterle
donald-2
am Donnerstag, 29. März 2012, 12:14

Gut gemeint ...?

... aber wollen Sie ernsthaft vorschlagen, traumatisierte Kinder mit Bibelzitaten zu erquicken???
Claus-F-Dieterle
am Mittwoch, 28. März 2012, 23:06

Biblische Krankenheilung

Zur Behandlung von Depressionen möchte ich auch auf die Biblische Krankenheilung (Aufklärung und Beratung) hinweisen. Grundlage sind Aussagen der Bibel.
Jesus Christus spricht in Matthäus 11,28:
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch erquicken.
Psalm 146,8:
Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind.

Mit guten Segenswünschen
Claus F. Dieterle

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