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Kooperation will Gesundheit von Arbeitslosen verbessern

Donnerstag, 5. April 2012

Berlin – Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und die Bundesagentur für Arbeit (BA) haben vereinbart, die Gesundheit von Arbeitslosen zu verbessern. Ziel ist es, dass Arbeitslose stärker für die eigene Gesundheit sensibilisiert werden und häufiger Präventionsangebote nutzen.

„Es gilt, den ‚Teufelskreis‘ Arbeitslosigkeit und Krankheit zu durchbrechen“, betonte Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung in der BA. Wer seine Gesundheit bereits soweit eingebüßt habe, dass darunter seine Beschäftigungsfähigkeit leide, habe kaum eine Chance auf einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. „ Wir gehen in die Kooperation mit dem GKV-Spitzenverband und den Krankenkassen, um einen Prozess anzustoßen, der Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik enger miteinander verzahnt.“

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Den Organisationen zufolge belegen nationale und internationale Studien, dass insbesondere anhaltende Arbeitslosigkeit krank macht. Bereits heute weise jeder dritte Leistungsberechtigte in der Grundsicherung gesundheitliche Einschränkungen auf. Nachgewiesen sei auch, dass die mentale wie physische Verfassung der Arbeitslosen Vermittlungserfolge stärker beeinflussen könne als ihre formalen Qualifikationen.

Daher wollen die BA und der GKV-Spitzenverband zusammen mit seinen Mitgliedskassen an diesem Punkt ansetzen und Arbeitslose gezielt über Präventionsangebote informieren. Denn obwohl gerade Arbeitslose Präventionsmaßnahmen bräuchten, nutzt diese Gruppe laut BA und GKV-Spitzenverband die vorhandenen Angebote der Krankenkassen seltener.

Jobcenter und Arbeitsagenturen sollen daher Möglichkeiten nutzen, den Präventions­gedanken stärker im Beratungs- und Vermittlungsprozess zu verankern. Die gesetzliche Krankenversicherung will zudem den Rahmen für einen erleichterten Zugang von Arbeitslosen zu Präventionsmaßnahmen entwickeln. Konkret geplant ist zum Beispiel, dass Krankenkassen unter bestimmten Bedingungen die Kosten von Präventionsangeboten für Arbeitslose vorab ganz oder teilweise übernehmen.

„Natürlich schafft diese Kooperation keine neuen Jobs, aber sie eröffnet Möglichkeiten, dass Arbeitslose gesund bleiben“, so Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes. © hil/aerzteblatt.de

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