Offenbach/Mainz – Der hessische und der rheinland-pfälzische Apothekerverband haben vor einem Rückgang der Apotheken in ihren Bundesländern gewarnt. Demnach mussten im ersten Halbjahr dieses Jahres eine Reihe von Apotheken für immer ihre Türen schließen. So verzeichneten die Verbände in Hessen ein Minus von elf Apotheken. Hier schlossen 16 Apotheken, fünf wurden neu eröffnet. In Rheinland-Pfalz gaben neun Betriebe das Geschäft mit Arzneimitteln auf, ohne dass ein neuer hinzukam. Damit gab es Ende Juni in Hessen noch 1.579, in Rheinland-Pfalz 1.093 Apotheken.
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„Die überwiegende Zahl der Apothekenschließungen findet auf dem Land statt, aber mittlerweile gehen auch in Betrieben in größeren Städten wie Frankfurt, Kassel, Mainz oder Kaiserslautern die Lichter endgültig aus“, erklärte Kirsten Müller-Kuhl, Pressesprecherin der Apothekerverbände von Hessen und Rheinland-Pfalz. Mit der derzeitigen Honorierung von 6,05 Euro pro Packung könnten viele Apotheken nicht mehr überleben. Deshalb sei es dringend notwendig, die Apothekenhonorierung deutlich anzuheben und damit die Arzneimittelversorgung in der Fläche zu sichern, forderte Müller-Kuhl.
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