Berlin – Gesetzlich Krankenversicherte in Deutschland gehen pro Jahr durchschnittlich 17 Mal zum Arzt. Das berichtet das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) in Berlin. Es dementiert damit eine Erhebung im Rahmen der sogenannten Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP), einer Bevölkerungsbefragung, nach der die Deutschen seltener zum Arzt gehen – nämlich elf Mal pro Jahr. „Ergebnisse, die per Telefon oder Fragebogen erhoben wurden, bilden Ausschnitte der Realität ab. Darum darf man diese nicht überbewerten“, sagte Sandra Mangiapane, die Leiterin des Internetportals www.versorgungsatlas.de. Die Arbeitsgruppe des Versorgungsatlasses analysiert am ZI Abrechnungsdaten der Krankenkassen.
Danach beeinflussen vor allem Patienten mit chronischen Erkrankungen den statistischen Mittelwert der Arztbesuche. „Während die Hälfte aller Patienten maximal zehn Mal zum Arzt geht, verursachen 16 Prozent der Patienten rund 50 Prozent der Arztkontakte“, sagte Mangiapane.
aerzteblatt.de
Sie wies daraufhin, dass demoskopische Umfragen bestimmte Bevölkerungsgruppen nicht erfassen können. Darunter befänden sich auch Gruppen mit häufigen Arztkontakten, zum Beispiel Pflegeheimbewohner und Kinder.
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