Rostock – Ein neues „Institut für Experimentelle Gentherapie und Tumorforschung“ hat die Universitätsmedizin Rostock geschaffen. Das Team von Wissenschaftlern um Brigitte Pützer widmet sich der Erforschung molekularer Mechanismen der Tumorentstehung, Metastasierung und Chemoresistenz als Grundlage zur Entwicklung neuer Krebsmedikamente.
„Die Herausforderung, der wir uns jetzt im Kampf gegen Krebs stellen müssen, besteht darin, die für die Aggressivität von Tumoren und deren Therapieresistenz verantwortlichen Gen-Signaturen zu identifizieren und für die individualisierte Krebstherapie klinisch nutzbar zu machen“, so Pützer.
Sogenannte Vektoren – veränderte Viren – sind ein wichtiges Handwerkszeug der Wissenschaftler. „Mithilfe maßgeschneiderter Vektoren können wir Krebszellen gezielt ansteuern und ihre Eigenschaften effizient verändern. Dadurch lässt sich die Wirksamkeit unserer Forschungsergebnisse im Tiermodell überprüfen“, erläutert die Direktorin. Sie betonte, die Arbeit lebe aber auch von der engen Anbindung an die klinisch tätigen Ärzte und deren Beobachtungen und Erfahrungen mit Patienten.
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