© Deutsches Ärzteblatt; Deutscher Ärzte-Verlag GmbH
Dtsch Arztebl 2008; 105(20): A-1071
Heilmann, H.-P.
Randomisierte Studien: Ein wesentliches Gegenargument
BRIEFE
In dem Artikel werden Gegenargumente gegen randomisierte Studien dargestellt und widerlegt. Ein wesentliches Gegenargument, das eigentlich nicht die randomisierte Studie, sondern ihre Anwendung betrifft, wird nicht erwähnt: Randomisierte Studien werden an Patienten durchgeführt, die bestimmte Einschlusskriterien erfüllen müssen. Patienten mit Ausschlusskriterien werden in die Studie nicht aufgenommen. Das Ergebnis der Studie kann also nur für Patienten gelten, die die Einschlusskriterien erfüllen. So gut wie immer aber wird das Ergebnis auf alle Patienten der untersuchten Krankheitssituation übertragen. Dies ist grob fahrlässig und hat schon viele Misserfolge gezeitigt, da die Studie ja eindeutig gezeigt hat, dass das Ergebnis nur gültig ist, wenn die Einschlusskriterien eingehalten werden!
Prof. Dr. med. H.-P. Heilmann, Kritenbarg 51,
22391 Hamburg