Dtsch Arztebl 2009; 106(41): A-1986
Qualitätsmanagement: Ärzte mehr einbinden
AKTUELL
![]() Frank Ulrich
Montgomery:
„Qualitätssicherung
gehört zum Selbstverständnis
des
Arztes.“
Foto: dpa
Stefan Bilger, Vorstandsmitglied der Stiftung Praxissiegel, betonte: „Von großer Bedeutung ist es, dass sich der Qualitätsgedanke, der ja bereits in Krankenhäusern und Praxen eine große Rolle spielt, in den Köpfen aller Ärzte und Gesundheitsprofessionen festsetzt.“ Dr. Klaus Theo Schröder, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, wies darauf hin, dass durch ein neues Vergütungssystem in den Kliniken auch eine neue Qualität eingeführt worden sei. „Das Hauptproblem bei der Implementierung einer systematischen Qualität sehe ich in der stark verankerten Therapiefreiheit.“ Jede Leitlinie würde als Angriff auf diese Freiheit verstanden, so Schröder. „Qualitätssicherung gehört zum Selbstverständnis des Arztes“, stellte Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Vizepräsident der Bundesärztekammer, fest. „Und das schon lange, bevor man es so genannt hat.“ Doch die Akzeptanz von Qualitätsmanagement sinke bei den Ärzten, weil es ihnen aufgezwungen werde und einen großen Verwaltungsaufwand bedeute, bei dem sie keinen Nutzen erkennen könnten. „Wir wollen von der Kontrolle zum Management kommen. Doch dafür müssen die Ärzte mehr eingebunden werden“, forderte Montgomery. Darüber hinaus betonte er die Bedeutung des Qualitätsmanagements für den Wettbewerb. Dafür seien Informationen nötig, die man auch verstehe. „Patienten werden immer mehr zu Kunden.“ Und die bräuchten transparente Informationen, um mündig wählen zu können. „Wir erzeugen jedoch so viel Transparenz, dass niemand mehr durchblickt.“ mei |
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