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Dienstag, 1. August 2006
Nierenspende zahlt sich für den Spender ökonomisch nicht aus

Alberta – Lebendspender, die eine Niere zur Transplantation zur Verfügung stellen, haben darunter später häufig finanziell zu leiden. Das ergab eine Untersuchung der University of Alberta in Edmonton, Kanada. Die Wissenschaftler betrachteten bei ihrer Studie nicht nur Untersuchungen in Kanada, sondern werteten 35 Untersuchungen aus, die Informationen zur Situation der Lebendspender zwischen 1964 und 2003 in zwölf Ländern enthielten.

„Wir fanden heraus, dass die Organspender häufig erhebliche ökonomische Nachteile wegen ihrer Spende in Kauf nehmen mussten“, erklärte Scott Klarenbach, Nephrologe und Gesundheitsökonom an der University of Alberta. Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift „Nephrology Dialysis Transplantation“ (2006; 21: 1952 – 1960).

„In Deutschland und Österreich kostet die Lebendspende drei Prozent der Betreffenden später ihre Arbeitsstelle, weil die Betreffenden bestimmte Belastungen nicht mehr tragen können“, heißt es in der Studie.

In den USA kostete die Lebendspende die Betreffenden zwischen 837 und 28.900 Dollar. Dabei handelt es sich um die Kosten für Fahrt und Unterbringung und für den Lohnausfall wegen der Organspende. Die Wahrscheinlichkeit, ein steigendes Haushaltseinkommen zu erzielen, ist bei Spendern um 37 Prozent geringer als bei der übrigen Bevölkerung.

Allerdings konnte Klarenbach und sein Team konnten nicht für alle Länder gleiche Kostenlisten erstellen, weil dazu die Datenlage zu uneinheitlich ist. „Trotzdem zeigt sich, dass die Kosten für die Spender systematisch unterbewertet sind“, hieß es aus der Arbeitsgruppe: „Kidney donors pay the price!“ /hil

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