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Montag, 11. September 2006
Deutsche haben Angst vor strahlenden Mobilfunkmasten

dpa

Leipzig - Die Deutschen machen sich mehr Sorgen über strahlende Mobilfunksendemasten als über die Strahlenbelastung durch häufiges Handy-Telefonieren. Darauf hat die Mainzer Medizinerin Maria Blettner mit Blick auf die bundesweite Studie „Erfassung und Bewertung möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch die Felder von Mobilfunkbasisstationen“ (QUEBEB) im Rahmen eines Kongresses an der Universität Leipzig hingewiesen. Die Strahlenbelastung sei aber beim mobilen Telefonieren viel größer. Zudem gebe es derzeit keine Belege für objektiv nachweisbare gesundheitliche Schädigungen durch Mobilfunkanlagen, betonte die Wissenschaflterin.

Die Besorgnis über strahlende Mobilfunkmasten ist je nach Region und Alter unterschiedlich. So haben Norddeutsche laut Studie weniger Angst vor den Anlagen als Süddeutsche. Der Anteil der berichteten Beeinträchtigungen durch die Anlagen ist in Mecklenburg-Vorpommern mit 6,2 Prozent am geringsten und in Bayern mit 13 Prozent am höchsten. Vor allem Menschen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren und mit guter Schulausbildung äußerten am häufigsten Besorgnis wegen möglicher Gesundheitsschäden. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die geäußerten Beschwerden durch die Anlagen meist subjektiver Natur sind.

Der Untersuchung zufolge liegen etwa 47 Prozent der Privathaushalte außerhalb eines Umkreises von 500 Metern zu einer Mobilfunkanlage. An der Befragung hatten sich rund 30.000 Menschen im Alter von 14 bis 69 Jahren beteiligt. © afp/aerzteblatt.de

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