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Mittwoch, 21. Februar 2007
Verbrauch rezeptfreier Arzneimittel geht zurück

Frankfurt am Main - Die Deutschen benötigen offenbar immer weniger Arzneimittel. Der Pharma- und Gesundheitsmarkt verharrte 2006 mit einem Gesamtumsatz von rund 34 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, während der Absatz mit 1,84 Milliarden Packungen um 2,6 Prozent unter dem Vorjahr lag, wie das Marktforschungsunternehmen ACNielsen am heute in Frankfurt am Main mitteilte.

Im Gesamtmarkt verzeichneten die rezeptpflichtigen Produkte 2006 noch ein geringfügiges Plus von 0,9 Prozent auf 27,1 Milliarden Euro. Deutlich stärker büßten die rezeptfreien Produkte ein. Umsatz und Absatz sanken jeweils um 3,2 Prozent. Dabei schlage vor allem der fortgesetzte Rückgang der Kassenrezeptumsätze mit rezeptfreien Arzneimitteln zu Buche. 

Die Verbraucher gaben im vergangenen Jahr demnach auch weniger für die Selbstmedikation aus. Sie kauften in Apotheken, dem Lebensmitteleinzelhandel und in Drogerien frei verkäufliche Produkte im Wert von 5,7 Milliarden Euro und damit knapp drei Prozent weniger als im Vorjahr. Als einen Grund nennt ACNielsen die erst im März 2006 einsetzende Erkältungswelle, die weniger heftig ausfiel als im Vorjahr und für einen geringeren Bedarf an Erkältungsmitteln sorgte.

Besonders betroffen von dieser Entwicklung waren demnach die Apotheken, die 3,3 Prozent weniger Mittel zur Selbstmedikation verkauften. Dagegen verbuchten der Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte im Vergleich zum Vorjahr einen nahezu stabilen Umsatz. © afp/aerzteblatt.de

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