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Mittwoch, 21. März 2007
Lungenkrebs: Radiotherapie ist Operation in fortgeschrittenen Stadien häufig überlegen

Ghent - Patienten mit fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) sollte eine Operation besser erspart bleiben. Eine Radiotherapie erzielte in einer randomisierten kontrollierten Studie der European Organization for Research and Treatment of Cancer (EORTC) gleich gute (oder gleich schlechte) Ergebnisse, wie aus einer Publikation im Journal of the National Cancer Institute (JNCI 2007; 99: 442-450) hervorgeht.

Die Studie betrifft jene etwa 30 Prozent aller Patienten mit NSCLC, bei denen der Tumor lokal fortgeschritten ist (Stadium IIIA oder IIIB). In diesem Stadium ist eine Heilung durch eine Operation nicht mehr möglich. Frühere Studien hatten allerdings darauf hingedeutet, dass die Operation bei Patienten im Stadium IIIA die Überlebenszeit verlängert, wenn die Patienten eine präoperative Chemotherapie erhalten.

Die EORTC-Arbeitsgruppe um Jan van Meerbeeck von der Universitätsklinik Ghent und Mitarbeiter in 41 Zentren war deshalb vor Studienbeginn davon ausgegangen, dass nach der Chemotherapie die Operation bessere Ergebnisse erzielt als eine Strahlentherapie. Um dies zu beweisen, wurden 332 Patienten, die auf die Chemotherapie angesprochen hatten, auf eine Operation oder auf eine Radiotherapie randomisiert.

Entgegen ihrer Arbeitshypothese verbesserte die Operation die Überlebenszeiten gegenüber der Operation nicht. Die operierten Patienten überlebten median 16,4 Monate, die radiotherapierten Patienten dagegen 17,5 Monate. Die 5-Jahresüberlebensraten betrugen 15,7 Prozent mit Operation und 14 Prozent mit Radiotherapie. Damit erwiesen sich beide Ansätze als gleichwertig. Die Autoren geben der Strahlentherapie wegen der geringeren Komplikationsrate den Vorzug. Während 4 Prozent der Patienten an den Operationskomplikationen starben gab es nur einen radiotherapiebedingten Todesfall infolge einer Strahlenpneumonitis. © rme/aerzteblatt.de

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