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Dienstag, 8. Mai 2007
Abtreibung an Bord: Niederlande geben Zustimmung

Den Haag - Die niederländische Regierung hat ihre Entscheidung verteidigt, einem unter niederländischer Flagge fahrendem „Abtreibungs-Schiff“ zu erlauben, seine Arbeit wieder aufzunehmen. Das Schiff, das von der Organisation „Women on Waves“ unterhalten und betrieben wird, soll bereits in Kürze auslaufen, um schwangeren Frauen in zahlreichen europäischen und nicht europäischen Ländern eine Schwangerschaftsunterbrechung zu ermöglichen.

An Bord sind mehrere Gynäkologen sowie Krankenschwestern und -pfleger sowie Berater. Die Idee: das Schiff fährt vor die Küsten solcher Länder, in denen Schwangerschaftsunterbrechungen nach wie vor illegal sind. Dann werden schwangere Patientinnen aus diesen Ländern mit kleinen Booten an Bord geholt, um ihnen dort Medikamente zu geben, mit denen sie ihre Schwangerschaft selbst beenden können. 

Derartige Aktivitäten werden von den Regierungen der Ziel-Länder nicht gerne gesehen. Im Jahr 2004 kam es zu einer Konfrontation mit Portugal, als die portugiesische Marine dem Abtreibungsschiff den Seezugang zu Lissabon versperrte. Kurze Zeit später entzog die damals konservative niederländische Regierung der Organisation die Lizenz. 

Die neue Lizenz  besagt, dass „Women on Waves“ Abtreibungspillen nur an solche Patientinnen verteilen dürfen, die maximal sieben Wochen schwanger sind. Außer Europa sollen auch zahlreiche südamerikanische Länder angesteuert werden, sagte ein Sprecher der Organisation. © KT/aerzteblatt.de

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