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Donnerstag, 14. Juni 2007
Bessere Überlebenschancen nach Herz-Kreislauf-Stillstand mit Reanimationsregister

Nürnberg - Erkenntnisse über eine optimierte Behandlung von Patienten mit Herzkreislaufstillstand erhofft sich die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) von einem neuen so genannten Reanimationsregister. Dies ist eine internet-basierte Datenbank, in der Ärzte ihre Behandlungsergebnisse eintragen können.

Erfasst werden nicht nur die unmittelbaren Ergebnisse der Reanimation, sondern auch die Weiterversorgung in der Klinik und der Langzeitverlauf. Von der Analyse der Daten verspricht sich die DGAI Anregungen für eine Optimierung ihrer Leitlinien. 

„Zwar trifft bei etwa der Hälfte aller plötzlichen Herzstillstände der Notarzt noch rechtzeitig ein, um mit der Reanimation zu beginnen. Dennoch überleben weniger als 20 Prozent dieser Menschen“, sagte Jan-Thorsten Gräsner, Koordinator des DGAI-Projekts vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein/Campus Kiel. Erste Ergebnisse des Reanimationsregisters zeigten, dass häufig lokale Besonderheiten wie unterschiedliche Ausstattungsvarianten, Teamzusammensetzung und Auswahl von Zielkliniken entscheidend für das Behandlungsergebnis seien. 

Das führte bereits in der Testphase des Projektes unter anderem dazu, dass die DGAI die notwendige Ausbildung von Notärzten verändert und Einsatzfahrzeuge mit zusätzlichen Geräten ausgestattet hat. © hil/aerzteblatt.de

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