Donnerstag, 26. Juli 2007
Hohes soziales „Ansteckungsrisiko“ der Adipositas
Boston – Wer enge soziale Beziehungen – auch über große Distanzen – mit Übergewichtigen pflegt, läuft Gefahr, selber übergewichtig zu werden. Freundschaften sind nach einer Studie im New England Journal of Medicine (NEJM 2007; 357: 370-379) ein deutlich stärkeres Adipositasrisiko als die genetische Verwandtschaft.
Schon bald fielen den Forschern Ansammlungen (Cluster) von dünnen und übergewichtigen Personen auf. Die nähere Analyse zeigte, dass diese Ähnlichkeiten nur schwer erklärt werden können. Es war keineswegs so, dass die befreundeten Personen die gleichen Restaurants besuchten oder Mitglieder in den gleichen Vereinen waren. Auch Freundschaften, die über große Entfernungen geführt wurden, hatten einen Einfluss auf das Körpergewicht, der oft stärker war als der einer lebenslangen Ehegemeinschaft. Eine Assoziation war sogar noch über drei Stationen des Netzwerkes nachweisbar: Ein Adipositasrisiko besteht auch dann noch, wenn der Freund des Freundes des Freundes übergewichtig ist. Um Nachrichten kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden. |
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