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Donnerstag, 21. Februar 2008
Fachgesellschaften warnen vor Operation bei Rückenschmerzen

Berlin/Düsseldorf – Selbst Patienten mit massiven Rückenschmerzen kann eine Schmerztherapie wirksam helfen. Eine Operation ist nur bei akuten Lähmungen oder einer Querschnitts-Symptomatik erforderlich. Darauf haben Joachim Grifka, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, und Axel Ekkernkamp, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, am Donnerstag in Berlin hingewiesen.

Die Erfolgsrate der nicht-operativen Behandlung von schwerwiegenden Rücken- und Wirbelsäulenbeschwerden mithilfe der orthopädischen Schmerztherapie liege heute bei 80 Prozent der Fälle, so Grifka. Dabei werden die zum Beispiel durch einen Bandscheibenvorfall ausgelösten Schmerzen entweder ambulant oder bei einem kurzzeitigen Krankenhausaufenthalt durch gezielte Injektionen an den austretenden Nerven oder in den Wirbelkanal an der betroffenen Nervenwurzel unmittelbar bekämpft.

Laut Grifka ist dies heute selbst bei großen Bandscheibenvorfällen möglich, die vor einigen Jahren noch grundsätzlich operativ behandelt worden seien. Die neuen Methoden seien sowohl schonender für den Patienten als auch ökonomischer, weil die Patienten in vielen Fällen deutlich schneller wieder arbeitsfähig seien.

Das habe vor allem Auswirkungen auf die durch Rückenschmerzen bewirkten indirekten Kosten wie Krankengeld und Produktionsausfall, die sich in Deutschland pro Jahr auf rund 22 Milliarden Euro summierten. © hil/aerzteblatt.de

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