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Freitag, 13. November 2009
München: Brustaufbau mit Schweinehaut-Matrix

München – Als europaweit erstes Zentrum haben die Ärzte der Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde der Universität München jetzt ein neues Verfahren für den Wiederaufbau nach einer Brustamputation getestet.

Die Methode basiert auf der so genannten „Strattice Reconstructive Tissue Matrix" - einem sterilen Gewebegerüst, das die Regeneration und den Aufbau von Brustgewebe unterstützt. Dieses Gerüst stammt aus der Unterhaut von Schweinen. Befreit von tierischen Zellen und anderen Stoffen löst es nach den wenigen bisherigen Erfahrungen keine Abstoßungsreaktionen aus.

„Wir legen bei der Krebsoperation die Matrix zusammen mit einem Silikon-Implantat sofort ein“, erklärt leitender Oberarzt Darius Dian. Optisch seien die Resultate „hervorragend“. Vor allem habe man noch keine Verkapselungen festgestellt, wie sie bei anderen Implantaten zum Brustaufbau nach Amputation beobachtet wurden.

Inzwischen haben die Ärzte von der Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde sechs Patientinnen mit der neuen Methode behandelt. „Die bisherigen Erfolge sind viel versprechend“, sagt der Mediziner. Er weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass das Produkt noch nicht in einer größeren Studie bewertet wurde. © hil/aerzteblatt.de

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