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Montag, 21. Juni 2010
Tee und Kaffee kardioprotektiv

Bilthoven – Starke Kaffee- oder Teetrinker erkranken einer Studie in Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology (2010, doi: 10.1161/ATVBAHA.109.201939) zufolge seltener an einer koronaren Herzkrankheit (KHK).

Es scheint als hätten Epidemiologen ihre früheren Bedenken gegenüber Kaffee überwunden. Lange hieß es Kaffee erhöhe Blutdruck und Blutzucker, und auch seine diuretische Wirkung können dem Herz-Kreislauf-System nur schaden.

Experten diskutierten, durch welche Zubereitungsmethode die negativen Auswirkungen auf den Cholesterinwert möglichst niedrig gehalten werden könnten. Vor allem älteren Menschen rieten die Ärzte dringend zu koffeinfreiem Kaffee, der noch heute einen Marktanteil von 10 Prozent hat.

In den letzten Jahren häuften sich die Studien, die dem Kaffeekonsum eine positive Wirkung zuschreiben. Kaffeetrinker sollen demnach seltener an Typ-2-Diabetes mellitus erkranken. Jetzt ermittelt eine Beobachtungsstudie aus den Niederlanden sogar eine kardioprotektive Wirkung des koffeinhaltigen Getränks.

Yvonne van der Schouw vom Nationalen Institute für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) in Bilthoven hat für die Studie die Daten von 37.514 Niederländern ausgewertet, die in Fragebögen zu ihren Lebensgewohnheiten auch ihren Kaffee- und Teekonsum angegeben hatten.

Bereits zwei bis vier Tassen pro Tag waren in den folgenden 13 Jahren mit einem um 21 Prozent signifikant verminderten Risiko auf eine KHK-Erkrankung assoziiert. Auch das KHK- und Gesamtsterberisiko waren vermindert. Hier wurde allerdings das Signifikanzniveau verfehlt.

Diese „protektive“ Wirkung ist umso erstaunlicher, als in den Niederlanden der Kaffeekonsum häufig mit dem Rauchen assoziiert ist, an dessen schädlicher Wirkung kein Zweifel besteht. Vielleicht erklärt dies auch, warum Teetrinken mit einer noch größeren Schutzwirkung verbunden war, da Teetrinker seltener rauchen. Drei bis sechs Tassen Tee am Tag senkten das KHK-Risiko um 45 Prozent, bei mehr als sechs Tassen war das KHK-Risiko dann nur noch um 35 Prozent vermindert.

Diese U-förmige Assoziation lässt leichte Zweifel daran aufkommen, dass der Assoziation auch eine Kausalität zugrunde liegt. Sollte moderater Konsum von Tee (oder Kaffee) doch nur ein Marker für ein anderes gesundes Verhalten sein? Womit natürlich nicht die Zigarette zum Espresso und auch nicht der gesüßte Tee zum Gebäck auf der Couch vor dem Fernseher gemeint ist. © rme/aerzteblatt.de

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elcee am Freitag, 25. Juni 2010, 10:56
Biergarten..
Man kann sich sicher sein, dass das Niveau der Studien jenes von Biergarten-Statistik und Stammtisch-Argumentation übersteigt....
promisit am Dienstag, 22. Juni 2010, 08:32
Statistischer Unfug
Was ist Statistik ? Zwei Bayern sitzen an einem Tisch, der eine trinkt 4 Maß Bier und der andere ißt zwei Haxn. Statistisch ist jeder ausreichend versorgt mit 2 Maß Bier und einer Schweinshaxn. Real hat der Eine einen Rausch und der Andere einen Durst.
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