Mittwoch, 28. Juli 2010
Alkohol könnte Rheuma vorbeugen
Sheffield – Wer häufig Alkohol trinkt, erkrankt einer Studie in Rheumatology (2010; doi: 10.1093/rheumatology/keq202) zufolge seltener an einer rheumatoiden Arthritis (RA). Bei den Rheumapatienten selbst war der Alkoholkonsum mit einer verminderten Krankheitsaktivität assoziiert. Rheumapatienten könnten ihn aus irgendeinem Grund häufiger verschwiegen haben. Vielleicht sind sie auch nur dem Rat ihrer Ärzte gefolgt, weniger zu trinken, weil sich der Alkohol nicht mit den verordneten Medikamenten verträgt. Die konsistente Dosis-Wirkungsbeziehung in der Studie dürfte jedoch andere Epidemiologen auf das Thema aufmerksam machen. Der nächste Schritt könnte in der Analyse prospektiver Beobachtungsstudien sein. Der Beweis einer protektiven Wirkung würde letztlich die Durchführung randomisierten klinischer Studien erfordern, die nur schwer vorstellbar sind. © rme/aerzteblatt.de
Um Nachrichten kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden. Kontrabass am Donnerstag, 29. Juli 2010, 11:03
Typisch
Wieder eine dieser typischen, angeblich alkoholpositiven Studien. Zuerst wird gross das Ergebnis verkündet und im zweiten Teil wird selbstkritisch zugegeben, dass es erhebliche Zweifel gibt. Diese werden aber, wenn überhaupt, nur sehr kurz erwähnt. (Im obigen Artikel besser) Der Alkoholkonsument sieht sich in seinem Trinkverhalten bestärkt, egal wie viel er trinkt. Für die Alkoholindustrie geht die Rechnung auf.
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