W3-Professur für Neurologie

Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)

Datum: 21.06.2019 / Ort: Goethestraße 58, 35390 Gießen / Tätigkeit: Klinik / Funktion: Professor
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Deutsches Ärzteblatt 26 vom 21.06.2019

Im Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und in der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Gießen, ist ab dem 1. April 2020 die

W3-Professur für Neurologie

unter Beachtung des § 61 Abs. 7 Hessisches Hochschulgesetz (HHG) zu besetzen; es gelten die Einstellungsvorausset­zungen nach § 62 HHG.

Aufgaben:

Mit der Professur ist die Leitung der Neurologischen Klinik verbunden. Die zukünftige Stelleninhaberin/Der zukünftige Stellen­inhaber hat die Aufgabe, das Fach Neurologie in Forschung, Lehre und Krankenversorgung in voller Breite zu vertreten. Dazu gehört insbesondere die klinische Vertretung der Neurologie im Schwerpunkt „zerebrovaskuläre Erkrankungen“. Vor­rangiges Ziel ist in diesem Zusammenhang ein weiterer Ausbau der interventionellen Schlaganfalltherapie mit Verbesserung des Patienten-Outcomes. Zu den Kernaufgaben gehört neben der kompetenten Leitung der Neurointensivmedizin mit intensiv-medizinischer Akutversorgung die Diagnostik und Behandlung entzündlicher und degenerativer Erkrankungen des zentralen Nervensystems sowie neuromuskulärer Krankheitsbilder. Im Rahmen des interdisziplinären neuroonkologischen Zentrums ist die Betreuung neuroonkologischer Patientinnen und Patienten eine der Kernaufgaben. Alle mit der Professur zusammen­hängenden Aufgaben in der Krankenversorgung werden seitens des Universitätsklinikums geregelt.

Weitere relevante Forschungsschwerpunkte außerhalb des Bereiches neurovaskulärer Medizin können im Bereich der entzünd­lichen ZNS-Erkrankungen und/oder Neuroonkologie liegen. Ein besonderer Fokus liegt in der Entwicklung translationaler Tiermodelle, hierzu besteht eine enge Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung Bad Nauheim. Weiterhin wird eine standortübergreifende patientenorientierte klinische Forschung und die Initiierung/Beteiligung an gemein­samen, auch standortübergreifenden klinischen Studien erwartet, die durch die im Fachbereich Medizin in Gießen angesiedelte Außenstelle des Koordinierungszentrums für Klinische Studien Marburg unterstützt wird. Eine enge Forschungskooperation der intensivmedizinischen Einheit der Neurologischen Klinik mit der Neuroradiologie, Neurochirurgie, Neuropathologie und digitaltechnologisch mit dem Institut für Medizinische Informatik und der Big-Data-Initiative des MIRACUM-Konsortiums (Medical Informatics in Research and Care in University Medicine) wird vorausgesetzt.

Eine Integration von Genderaspekten in Forschung, Lehre und Krankenversorgung wird ausdrücklich angestrebt

Die künftige Stelleninhaberin/Der künftige Stelleninhaber sollte sich aktiv in bestehende Forschungsverbünde einbringen sowie selbstständig Forschungsprojekte, neue Verbünde und Vernetzungen organisieren. Die Bereitschaft zur Kooperation mit den Forschungsschwerpunkten des Fachbereichs und der Universität – hier insbesondere Kardiopulmonales System, Infektion, Inflammation und Immunität sowie Onkologie und Tumorbiologie – wird vorausgesetzt. Die Mitarbeit im Gießener Graduiertenzentrum Lebenswissenschaften (GGL), im strukturierten Promotionsprogramm (JLU TRAINEE) und im Clinician Scientist Programm (JLU-CAREER) zur Förderung des wissenschaftlich-klinischen Nachwuchses wird erwartet.

Die Universitäten Gießen und Marburg haben mit der Technischen Hochschule Mittelhessen eine Forschungsallianz gegründet (Forschungscampus Mittelhessen), in deren Rahmen die beiden Fachbereiche Medizin eine strukturierte Kooperation auf der Basis abgestimmter Schwerpunkte praktizieren. Von den Bewerberinnen/Bewerbern wird entsprechend die Bereitschaft zur hochschul- und fachbereichsübergreifenden Kooperation und Mitarbeit in Verbundprojekten erwartet. Insbesondere werden eine standortübergreifende patientenorientierte klinische Forschung und die Beteiligung an gemeinsamen klinischen Studien vorausgesetzt.

Voraussetzungen:

Erwartet werden neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium der Medizin die für die Erfüllung der Aufgaben gem. § 61 Abs. 1 HHG erforderliche Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch eine herausragende Promotion nachgewiesen wird, und einschlägige zusätzliche wissenschaftliche Leistungen (z. B. Habilitation oder Publikationen in ausgewiesenen nationalen und internationalen Zeitschriften). Insbesondere ist eine international ausgewiesene Expertise im eigenen Forschungsbereich notwendig. Die Gebietsanerkennung als Ärztin/Arzt für Neurologie und die entsprechende Weiterbildungsermächtigung müssen vorliegen. Erfahrungen in der Koordination wissenschaftlicher Projekte in interdisziplinären Netzwerken sowie Erfahrungen und Erfolge in der Drittmitteleinwerbung, vorzugsweise bei der DFG, EU und dem BMBF, werden vorausgesetzt. Des Weiteren ist der Nachweis einer besonderen pädagogischen Eignung als Befähigung erforderlich, das Fachgebiet in der akademischen Lehre mit großem Engagement in seiner vollen Breite zu vertreten.

Die JLU strebt einen höheren Anteil von Frauen im Wissenschaftsbereich an; deshalb bitten wir qualifizierte Wissen­schaftlerinnen nachdrücklich, sich zu bewerben. Aufgrund des Frauenförderplanes besteht eine Verpflichtung zur Erhöhung des Frauenanteils. Die JLU verfolgt auch das Ziel einer verstärkten Gewinnung von Führungskräften mit Gender- und Familienkompetenz. Die JLU versteht sich als familiengerechte Hochschule. Bewerberinnen und Bewerber mit Kindern sind willkommen.

Ihre Bewerbung (keine E-Mail) richten Sie bitte unter Angabe des Aktenzeichens K-07/19 mit den erforderlichen Unter­lagen einschließlich aussagefähiger Belege über Ihre pädagogische Eignung bis zum 26. Juli 2019 an den Präsidenten der Justus-Liebig-Universität Gießen, Erwin-Stein-Gebäude, Goethestraße 58, D-35390 Gießen. Zu den Einstellungs­voraussetzungen und erforderlichen Bewerbungsunterlagen wird empfohlen, unsere Hinweise unter http://www.uni-giessen.de/stellenmarkt/merkblatt.pdf zu beachten. - Bewerbungen Schwerbehinderter werden - bei gleicher Eignung - bevorzugt. Wir bitten, Bewerbungen nur in Kopie und ohne Hefter/Hüllen vorzulegen, da diese nach Abschluss des Verfahrens nicht zurückgesandt werden.
Darüber hinaus erbitten wir zusätzliche Angaben auf unserem Bewerbungsbogen, zu finden unter http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb11/dekanat/dekanat/ref1. Bitte senden Sie alles möglichst auch digital auf Datenträger.


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Standort: Goethestraße 58, 35390 Gießen

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