ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2011Patientenumfrage: Aufgeschlossen gegenüber Innovationstarif

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Patientenumfrage: Aufgeschlossen gegenüber Innovationstarif

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Circa 80 Prozent der Patienten in Deutschland wären gegebenenfalls bereit, höhere Beiträge für die Behandlung mit innovativer Medizintechnik zu bezahlen. Das geht aus einer Emnid-Umfrage im Auftrag des Medizintechnikbranchenverbands Spectaris hervor. Danach würden 17 Prozent der befragten Patienten einen entsprechenden Tarif bei ihrer Krankenkassen abschließen, 63 Prozent sind unter Umständen dazu bereit, 19 Prozent lehnen dies ab. 47 Prozent der Befragten würden dafür bis zu zehn Euro monatlich ausgeben. Weitere 40 Prozent sind sogar bereit, eine Beitragserhöhung von bis zu 20 Euro zu akzeptieren (Grafik).

Befragt wurden 1 096 Personen ab 18 Jahren, die in den letzten zwölf Monaten bei einem Arzt oder in einem Krankenhaus zur Behandlung waren. Grafik und Quelle: Spectaris
Befragt wurden 1 096 Personen ab 18 Jahren, die in den letzten zwölf Monaten bei einem Arzt oder in einem Krankenhaus zur Behandlung waren. Grafik und Quelle: Spectaris

Das Ergebnis zeige, dass ein „Innovationstarif“ von den Patienten akzeptiert würde, wenn sie dafür stets mit den neuesten medizintechnischen Behandlungsmethoden versorgt würden, erklärte Spectaris-Geschäftsführer Tobias Weiler. Er regte an, anstelle eines allgemeinen Zusatztarifs eher über einen Innovationstarif nachzudenken, der mit mehr Leistung für die Patienten einhergehe und hinter dem ein echter Mehrwert für die Patienten stehe.

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Aus Sicht des Verbandes ist der Einsatz moderner Medizintechnik nicht zwangsläufig mit höheren Kosten verbunden. So hat die vom Verband beauftragte Studienreihe „Das Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik im Gesundheitswesen“ ein milliardenschweres Einsparpotenzial für das Gesundheitssystem ermittelt, wenn moderne Medizintechnik effizient eingesetzt wird. Diese ermöglicht optimierte Diagnose- und Therapiemethoden mit der Folge von kürzeren Operations- und Liegezeiten, verringerten Personalkosten und Materialeinsparungen. EB

Befragt wurden 1 096 Personen ab 18 Jahren, die in den letzten zwölf Monaten bei einem Arzt oder in einem Krankenhaus zur Behandlung waren. Grafik und Quelle: Spectaris
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Befragt wurden 1 096 Personen ab 18 Jahren, die in den letzten zwölf Monaten bei einem Arzt oder in einem Krankenhaus zur Behandlung waren. Grafik und Quelle: Spectaris

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