ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2011Tarifvertrag für die Universitätsärzte: Eine Einigung ist noch in weiter Ferne

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Tarifvertrag für die Universitätsärzte: Eine Einigung ist noch in weiter Ferne

Flintrop, Jens

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Die Verhandlungen des Marburger Bundes (MB) mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über einen neuen Tarifvertrag für die circa 20 000 Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken sind unterbrochen. „Wir warten immer noch auf ein konkretes Angebot“, erläuterte der MB-Verhandlungsführer, Lutz Hammerschlag. Man habe gegenüber der Arbeitgeberseite klarstellt, dass die Ärzte nach einer zweieinhalbjährigen Durststrecke einen deutlichen Lohnzuwachs erwarteten. Hammerschlag: „Es ist für den MB einfach nicht zu akzeptieren, dass die Spitzenmediziner an den Unikliniken am schlechtesten bezahlt werden. Die Arbeitgeber müssen sich hier endlich bewegen.“ Man werde jetzt in den zuständigen Gremien das weitere Vorgehen abstimmen.

Lutz Hammerschlag Foto: dpa
Lutz Hammerschlag Foto: dpa

Die Ärztegewerkschaft fordert eine Anhebung des Tarifniveaus und eine Modernisierung der Entgelttabelle. So sollen die Gehälter der Ärzte an den Unikliniken des TdL-Tarifverbundes ab 1. Juli 2011 linear um fünf Prozent steigen. Von einer Veränderung der Entgelttabelle sollen junge Ärzte und berufserfahrene Fachärzte profitieren. Deutlich besser werden soll zudem die Bezahlung von Schichtdiensten. Für Vollarbeit in der Nacht bekommen Ärzte an Unikliniken zurzeit lediglich einen Zuschlag von 1,28 Euro pro Stunde. JF

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