ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2011Interview: Vom Kummer geprägt
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Das Interview in DÄ, Heft 12/2011 stellt die Schwierigkeit der Sachlage bewundernswert ausgewogen dar, so dass verständlich wird, warum das Problem nicht einfach zu beheben ist. Der Leserbrief in DÄ, Heft 23/2011 ist offensichtlich geprägt vom Kummer um das Leid der verstümmelten Mädchen. In diesem Kummer sieht Frau Laufer einen wesentlichen Lösungsweg in der Abschaffung der Schweigepflicht – diese mache die Ärzte zu „Komplizen der Täter“.

Da gilt es, daran zu erinnern, dass die medizinische Schweigepflicht im Zusammenhang mit begangenen Straftaten jeglicher Art (Diebstahl, Mord, Betrug etc.) es dem Täter ermöglichen soll, sich trotzdem in ärztliche Behandlung zu begeben ohne die Angst, sich dadurch zu enttarnen. Hier nun hieße die Abschaffung der Schweigepflicht, dass Eltern ein verstümmeltes Mädchen nicht wegen einer Erkrankung zum Arzt bringen würden, weil sie sich dadurch enttarnen und der Strafverfolgung aussetzen würden. Das kann keiner wollen.

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Dr. Gottlob Flier, 24976 Handewitt

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