ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2011Ulrich Kirchhoff †: Die Versorgungswerke geprägt und verteidigt

PERSONALIEN

Ulrich Kirchhoff †: Die Versorgungswerke geprägt und verteidigt

Stüwe, Heinz

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Ulrich Kirchhoff Foto: ABV
Ulrich Kirchhoff Foto: ABV

Forderungen, die berufsständischen Versorgungswerke, darunter die 18 ärztlichen, mit insgesamt 750 000 Mitgliedern in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, gab es häufiger. Rechtsanwalt Dr. jur. Ulrich Kirchhoff, einer der Garanten der selbstverwalteten Pflichtversorgung für die freien Berufe, hat dann immer mit klaren Worten und guten Argumenten – juristischen wie ökonomischen – dagegengehalten.

Nach einem Jahrzehnt als Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungswerke (ABV) hatte Kirchhoff aufgrund einer schweren Erkrankung im März das Amt an Rechtsanwalt Hartmut Kilger weitergegeben. Am 3. August ist er im Alter von 75 Jahren gestorben. Die ABV würdigte ihn als „eine der herausragenden Persönlichkeiten der berufsständischen Versorgung“.

Anzeige

Kirchhoff, der sich nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften 1963 als Rechtsanwalt in Hannover niederließ, hat sich früh für ärztliche Belange engagiert: als Geschäftsführer der Ärzteversorgung Niedersachsen (seit 1963), als Justiziar und seit 1987 zugleich als Hauptgeschäftsführer der Ärztekammer Niedersachsen. Diese Ämter übte er bis 2002 aus. Erfolgreich setzte sich Kirchhoff für die Gründung weiterer Versorgungswerke ein, nach 1990 leistete er in den neuen Ländern Pionierarbeit. Für seine Verdienste wurde er vielfach ausgezeichnet: mit dem Bundesverdienstkreuz, dem niedersächsischen Verdienstkreuz und den Ehrenzeichen der deutschen Ärzteschaft sowie der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Heinz Stüwe

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote