ArchivDeutsches Ärzteblatt15/1998Sterbebegleitung: In Würde sterben

SPEKTRUM: Leserbriefe

Sterbebegleitung: In Würde sterben

Lehmann, Reinhard

Zu dem Beitrag "Bundes­ärzte­kammer will Richtlinie nachbessern" von Gisela Klinkhammer in Heft 5/1998:
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LNSLNS . . . In Würde sterben zu dürfen ist es, was Menschen in der Auseinandersetzung mit dem bevorstehenden Ende wünschen.
Dies bedeutet: Wenn eindeutig feststeht, daß ein bewußtes, selbstbestimmtes Leben nicht mehr möglich ist, wollen diese abgeklärten Menschen keine Infusion, keine Magensonde, keine Antibiotika! Ohne derartige Eingriffe sind sie nämlich in wenigen Tagen, ohne Qualen zu erleiden, im Koma entschlafen. In solcher Situation sie gegen ihren erklärten Willen per Infusion oder Sonde zu ernähren würde ihr Sterben um ein Mehrfaches verlängern. Und es erfüllt meines Erachtens den Tatbestand der Körperverletzung.
Auf welchen Grundkonsens der Kollege Ullmer sich beruft, ist mir schleierhaft, in der (Hausarzt-)Praxis fürchten die Patienten im Gespräch über den Tod vor allem diese Ärzte, die mit allen Mitteln das Leben beziehungsweise Sterben verlängern wollen.
Reinhard Lehmann, Johanniswall 11, 27283 Verden
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