ArchivDeutsches Ärzteblatt15/1998Kabinett verzichtet auf Lockerung der Fachkraftquote

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Kabinett verzichtet auf Lockerung der Fachkraftquote

Glöser, Sabine

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LNSLNS BONN. Die Bundesregierung will die Übergangsfrist für die Fachkraft-Quote in Alten- und Pflegeheimen bis zum Jahr 2000 verlängern. Damit korrigierte sie ihr ursprüngliches Vorhaben, die FachkraftQuote abzuschwächen. Die derzeitige Regelung der Heimpersonalverordnung sieht vor, daß die PflegeFachkraftquote vom 30. September 1998 an in vollstationären Einrichtungen 50 Prozent betragen muß.
Gemeinsam mit den betroffenen Verbänden wolle man nun bis zum Jahr 2000 Kriterien für die Bemessung des Personalbedarfs entwickeln, sagte Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Claudia Nolte (CDU).
Die ursprünglich geplante Lockerung der Fachkraftquote wurde vor allem von den Wohlfahrtsverbänden kritisiert. Sie warnten vor einer Aushöhlung der Pflegeversorgung. Die Bewohner von Pflegeheimen seien oft extrem hilfsbedürftig und benötigten kompetente Pflege. Diese könne nur fachlich qualifiziertes Personal leisten. Demgegenüber hatten die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen einen Quotenverzicht begrüßt. Die Vertragspartner hätten dann den Fachkräfte-Anteil für jedes Heim auf der Grundlage des konkreten Versorgungsauftrages festlegen können. SG
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