ArchivDeutsches Ärzteblatt15/1998Die Ulkuskrankheit brennt nicht aus

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Die Ulkuskrankheit brennt nicht aus

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LNSLNS Im Zeitalter von Helicobacter pylori und der entsprechenden Eradikationstherapie ist von einem FDA-
Komitee erneut die Frage diskutiert worden, ob es zu einem spontanen Ausbrennen der Ulkuskrankheit kommen könnte. Eine Analyse der wissenschaftlichen Daten zeigt jedoch, daß das chronische, durch Helicobacter pylori hervorgerufene Ulkusleiden über Jahrzehnte, wenn nicht lebenslänglich, aktiv ist. Bei der Mehrzahl der Ulkuspatienten wird die Ulkusdiathese durch eine Helicobacter-pylori-Infektion aufrechterhalten, es sei denn, es wird eine antibiotische Behandlung durchgeführt. Die Häufigkeit von Ulkusrezidiven ist unter anderem deshalb schwierig vorherzusagen, da bis zu 40 Prozent der Ulzera asymptomatisch verlaufen. Aus diesem Grund empfiehlt das American College of Gastroenterology eine Helicobacter-Therapie auch dann, wenn nur eine positive Ulkusanamnese besteht und derzeit kein florides Ulkus vorliegt, um möglichen Rezidiven und Komplikationen vorzubeugen. w


Neil GA and the Ad Hoc Committee on FDA-Related Matters: Do ulcers burn out or burn on? Managing duodenal ulcer diathesis in the Helicobacter pylori era. Am J Gastroenterol 1997; 92: 387-393.
Garry A. Neil, F.A.C.G. Executive Director, Medical Affairs, 725 Chesterbrook Boulevard, Wayne, PA 19087, USA.

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