ArchivDeutsches Ärzteblatt15/1998Primäre Amino-Biphosphonate gastrotoxisch

MEDIZIN: Referiert

Primäre Amino-Biphosphonate gastrotoxisch

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LNSLNS Unter den primären Amino-Biphosphonaten Alendronat und Pamidronat, die bei der Behandlung metabolischer Knochenerkrankungen eingesetzt werden, kommt es zu reversiblen erosiven Schleimhautdefekten der Speiseröhre. Eine "Cross-over-Studie" mit 40 mg Alendronat, 1 300 mg Aspirin und Plazebo sollte die Schleimhautschäden in Speiseröhre, Magen und Bulbus duodeni prospektiv erfassen. Zwölf gesunde Freiwillige nahmen die Medikamente über vier Tage ein und wurden endoskopisch überwacht. Unter Plazebo waren keine sichtbaren Schleimhautveränderungen nachweisbar. Aspirin und Alendronat führen zu sichtbaren Schäden in 75 und 58 Prozent. Bei 50 Prozent wurden diese Schleimhautschäden als schwerwiegend eingestuft, ein Patient entwickelte nach Gabe von Alendronat ein Magengeschwür. Erosionen in Speiseröhre und Bulbus duodeni waren wesentlich seltener anzutreffen mit je einem Fall unter Alendronat. Somit sei das primäre AminoBiphosphonat Alendronat genauso gastrotoxisch wie Aspirin. w
Graham DY, Malaty HM, Goddgame R: Primary Amino-Biphosphonates: A New Class of Gastrotoxic Drugs - Comparison of Alendronate and Aspirin. Am J Gastroenterol 1997; 92: 1322-1325.
Department of Medicine, Veterans Affairs Medical Center (111D) and Baylor College of Medicine, 2002 Holcombe Boulevard, Houston TX 77030, USA.

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