MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Ovarialkarzinom

Diagnostik und Therapie

Ovarian Cancer: Diagnosis and Treatment

Dtsch Arztebl Int 2011; 108(38): 635-41; DOI: 10.3238/arztebl.2011.0635

Burges, Alexander; Schmalfeldt, Barbara

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Hintergrund: Das Ovarialkarzinom zeigt keine spezifische Symptomatik. In den meisten Fällen suchen die Patientinnen wegen abdominellen Beschwerden den Hausarzt auf. Das Tumorstadium bei Erstdiagnose und die Therapiequalität sind die wichtigsten Prognosefaktoren.

Methode: Selektive Literaturrecherche in Medline mit den Suchbegriffen „ovarian cancer“, „screening“, „diagnosis“, „treatment“ und „prognosis“ für den Zeitraum der Jahre 2000 bis 2010, interdisziplinäre S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie maligner Ovarialtumoren“, herausgegeben im Jahr 2007 von der Kommission Ovar der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie AGO und die aktualisierten Empfehlungen der Kommission Ovar 2009.

Ergebnisse: Beim frühen Ovarialkarzinom ist neben der Entfernung des Primärtumors und aller makroskopisch erkennbaren Tumormanifestationen ein sorgfältiges Staging der gesamten Abdominalhöhle erforderlich. Bei Patientinnen mit frühem Ovarialkarzinom Stadium FIGO I–IIA, außer Stadium FIGO IA, G1 ist eine platinhaltige Chemotherapie indiziert. Beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom wird die Prognose der Patientin wesentlich durch das Ausmaß der Tumorreduktion bei der ersten Operation bestimmt. Patientinnen mit kompletter Tumorresektion haben ein signifikant längeres Überleben als Patientinnen mit Tumorrest am Ende der Operation (Median 5 Jahre). Im Anschluss an die Operation ist die Kombinationstherapie aus Carboplatin und Paclitaxel Standard. Eine leitliniengerechte Therapie verbessert das Überleben der Patientinnen signifikant (60 versus 25 % nach 3 Jahren).

Schlussfolgerung: Bei neu aufgetretenen und persistierenden unspezifischen abdominellen Beschwerden bei Frauen sollte auch an ein Ovarialkarzinom gedacht werden. Bei Diagnose eines Ovarialkarzinoms muss gewährleistet sein, dass die Patientin eine leitliniengerechte Therapie erhält.

LNSLNS

Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 9 600 Frauen an einem malignen Ovarialtumor. 5 500 Frauen sterben pro Jahr an einem Ovarialkarzinom (1). Damit steht das Ovarialkarzinom mit 4,8 % der Krebserkrankungsfälle bei Frauen in Deutschland an 5. Stelle nach dem Mamma-, kolorektalen, Lungen- und Endometriumkarzinom. 70 % der Ovarialkarzinome werden erst in den fortgeschrittenen Stadien FIGO IIB–IV (Ausbreitung des Karzinoms im Becken beziehungsweise im gesamten Abdomen) diagnostiziert. In diesen Stadien liegt die 5-Jahresüberlebensrate unter 40 %. Dagegen ist die 5-Jahresüberlebensrate bei einer Diagnose in den frühen Tumorstadien FIGO I–IIA mit > 80 % als sehr viel günstiger anzusehen (2). Dies stellt die besondere Bedeutung einer möglichst frühzeitigen Diagnose der Erkrankung dar. Bei der Einteilung des Tumorstadiums stimmt die FIGO-Klassifikation mit der TNM-Klassifikation überein.

Patientinnen mit Ovarialkarzinom weisen keine spezifische Symptomatik auf. Sie reicht von diffusen abdominalen Beschwerden, neu aufgetretenem Meteorismus, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, unklarer Gewichtsabnahme bis zu massiver Bauchumfangszunahme, die die Patienten meist primär den Hausarzt aufsuchen lassen. Da diese Beschwerden eher relativ unspezifisch sind, ist eine frühzeitige Diagnose erschwert (Kasuistik gif ppt). Entscheidend für das Überleben der Patientin in dieser Situation ist, dass sie eine leitliniengerechte operative Therapie erhält mit dem Ziel der maximalen Tumorreduktion und im Anschluss eine Kombinationschemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel. Die Therapiequalität und die Einhaltung der Therapiestandards ist in Deutschland sehr unterschiedlich. Die Folgen sind gravierend: Mit einer leitliniengerechten Therapie leben nach drei Jahren noch über 60 % der Patientinnen, bei einer „suboptimalen“ Therapie dagegen nur noch 25 % der Patientinnen. Dieser Unterschied ist signifikant (3). Gerade wegen der unspezifischen klinischen Symptomatik ist es für die Patientinnen entscheidend, dass das Ovarialkarzinom auch von Nicht-Gynäkologen in die differenzialdiagnostischen Überlegungen mit einbezogen wird. Der vorliegende Artikel soll die für den Hausarzt und interessierten Kollegen im Alltag relevanten Daten vermitteln.

Dem Artikel zugrunde liegt eine selektive Literaturrecherche mit den Suchbegriffen „ovarian cancer, screening, diagnosis, treatment, prognosis“ für den Zeitraum der Jahre von 2000 bis 2010. Zudem werden die interdisziplinäre S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie maligner Ovarialtumoren“, herausgegeben im Jahr 2007 von der Kommission Ovar der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, und die aktualisierten Empfehlungen der Kommission Ovar der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie 2009 zitiert. Der Artikel berücksichtigt somit die zum Erscheinungszeitpunkt relevanten Artikel zum Thema Ovarialkarzinom.

Früherkennung und Screening

Derzeit existiert keine Methode, die eine Empfehlung für ein generelles Screening des Ovarialkarzinoms rechtfertigt. Aktuell wurden die Daten von zwei großen Screening Studien, die PLCO Studie (US NIH Prostate Lung Colorectal and Ovary Study) und die UKCTOCS Studie (United Kingdom Collaborative Trial of Ovarian Cancer Screening) publiziert, die die regelmäßige Transvaginalsonographie und CA 125-Bestimmungen zum Teil nach komplexen Algorithmen evaluiert haben. Bisher wurde aber noch nicht gezeigt, ob diese Screeningmethoden zu einer Letalitätsreduktion führen. Hierzu müssen erst die Daten der Kontrollgruppe und ein längeres Follow-up abgewartet werden (4). Auch die Bestimmung von Proteinmustern im Serum oder Genexpressionsprofilen kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Früherkennung genutzt werden.

Genetisches Risiko und Prävention

Etwa 10 % der Ovarialkarzinome sind genetisch bedingt. Hierbei werden am häufigsten Keimbahnmutation im BRCA1- oder BRCA2-Gen nachgewiesen. Das Risiko für eine Frau, die eine BRCA1-Mutation hat, an einem Ovarialkarzinom zu erkranken liegt bei 36 bis 46 % und bei einer BRCA2-Mutation 10 bis 27 % (5).

Eine prophylaktische beidseitige Salpingo-Ovarektomie (PBSO) nach abgeschlossener Familienplanung bei gesunden Mutationsträgerinnen führt zu einer Risikoreduktion um 80 %, an einem Ovarialkarzinom zu erkranken (5). Nach Kauff et al. erkrankten drei von 509 Frauen mit BRCA1- oder -2-Mutation und PBSO an einem gynäkologischen Karzinom versus 12 von 283 Frauen mit BRCA1- oder -2-Mutation ohne PBSO (6). Nach PBSO besteht jedoch weiterhin ein Risiko von etwa 4 % für die Entwicklung eines primären Peritonealkarzinoms. Das Peritoneum ist ontogenetisch dem Ovarepithel verwandt. Es besteht auch hier ein erhöhtes Risiko der malignen Entartung (7).

Bei einer prophylaktischen PBSO ist die vollständige histologische Aufarbeitung zwingend angeraten, da bei bis zu 8 % bereits frühe Tumorstadien diagnostiziert werden können (8).

Risikofaktoren für die Entstehung eines sporadischen Ovarialkarzinoms sind Alter, Adipositas und das polyzystische Ovarsyndrom. Ovulationshemmer haben eine protektive Wirkung (Reduktion der Inzidenz von 1,2 auf 0,8/100 Anwender) (9) . Der Einfluss von Hormonersatztherapie (HRT) auf das Risiko eines Ovarialkarzinomes wurde bisher kontrovers beurteilt. Eine aktuell publizierte Studie zeigte jedoch eine 40 %-ige Zunahme bei HRT-Anwenderinnen (ein zusätzliches Ovarialkarzinom auf 8 300 Anwenderinnen) und bestätigt somit die Daten der Women’s Health Initiative. Dieses Risiko normalisierte sich innerhalb zwei Jahre nach Absetzen der Therapie wieder (10).

Diagnostik

Die Transvaginalsonographie hat unter den bildgebenden Verfahren in der Diagnostik des Ovarialkarzinoms zur Beurteilung der Dignität den höchsten Stellenwert. Computertomographie oder Kernspintomographie können bei speziellen Fragestellungen, zum Beispiel bei der differenzialdiagnostischen Abklärung eines gastrointestinalen Primärtumors zum Einsatz kommen (11). Die beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom häufig vorkommende Peritoneal- und Mesenterialkarzinose wird aber in beiden Verfahren meist unterschätzt. Zum jetzigen Zeitpunkt besteht keine apparative diagnostische Maßnahme, die ein operatives Staging beim Ovarialkarzinom ersetzen und die Operabilität verlässlich einschätzen kann (12).

Prognosefaktoren des Ovarialkarzinoms

Tumorstadium, Alter, Allgemeinzustand und postoperativer Tumorrest sind unabhängig signifikante prognostische Parameter für das Überleben von Patientinnen mit Ovarialkarzinom.

Muzinöse Tumoren weisen eine signifikant ungünstigere Prognose auf als die serös-papillären und endometrioiden Karzinome und sprechen schlechter auf eine konventionelle platinhaltige Kombinationschemotherapie an. Sowohl das Rezidivrisiko als auch das Risiko an der Erkrankung zu versterben, ist mehr als doppelt so hoch (13) (Tabelle gif ppt).

Operation

Das epitheliale Ovarialkarzinom ist gekennzeichnet durch die intraperitoneale Tumorausbreitung in gesamten Abdomen vom kleinen Becken bis zum Zwerchfell.

Die lymphogene Dissemination erfolgt entlang der ovariellen Gefäßbündel in die paraaortalen und über die Parametrien in die pelvinen Lymphknotenstationen.

Frühes Ovarialkarzinom (FIGO I–IIA)

Bei etwa 30 % der Patientinnen mit einem Ovarialkarzinom ist die Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnosestellung auf das kleine Becken begrenzt. In diesen Frühstadien bestehen gute Aussichten auf eine dauerhafte Heilung. Entscheidend für das Überleben sind die systematische Exploration des gesamten Abdomens mit Entnahme multipler Peritonealbiopsien und die vollständige Entfernung aller makroskopisch erkennbaren Tumormanifestationen. Als wesentlichen Bestandteil beinhaltet das operative Staging die systematische pelvine und paraaortale Lymphonodektomie, da im vermeintlichen Stadium T1 in 20 bis 25 % ein Befall der retroperitonealen Lymphknoten vorliegt. Die obligaten Maßnahmen des operativen Stagings beim frühen Ovarialkarzinom sind in Kasten 1 (gif ppt) dargestellt.

Die Längslaparatomie ist der Standard zur Exploration der Bauchhöhle, da bisher in keiner Studie mit ausreichenden Fallzahlen gezeigt wurde, dass mit der Laparoskopie ein gleichwertiges Staging und eine vergleichbare onkologische Sicherheit erreicht wird.

Im Anschluss an die Operation profitieren Patientinnen mit frühem Ovarialkarzinom Stadium FIGO I–IIA außer Stadium IA, Grad 1 von einer platinhaltigen Chemotherapie über 3 bis 6 Zyklen sowohl hinsichtlich des Gesamt- (Verbesserung der 5-Jahresüberlebensrate von 74 auf 82 %; p < 0,008) als auch des krankheitsfreien Überlebens (Verbesserung von 65 auf 76 %; p < 0,001) (14). Anhand der derzeit vorliegenden Daten ist die optimale Anzahl von Zyklen, die verabreicht werden soll, noch nicht geklärt. In den meisten der vorliegenden Studien waren im Protokoll 6 Zyklen einer platinhaltigen Chemotherapie vorgesehen. Ebenso ungeklärt ist, ob im frühen Stadium die Kombinationschemotherapie mit Carboplatin/Paclitaxel einer Monotherapie mit Carboplatin AUC 5 überlegen ist (Kasten 2 gif ppt).

Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom (FIGO IIB–IV)

Der postoperative Tumorrest ist nach dem Stadium stärkster, unabhängiger Prognoseparameter und ist derzeit der einzige Faktor, der sich effektiv beeinflussen lässt. Ein sogenannter optimaler Tumorrest von < 1 cm kann in 50 bis 85 % der von gynäko-onkologischen Experten operierten Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom erreicht werden (15). Aktuelle Daten aus der Analyse von drei großen AGO-Therapiestudien mit über 3 000 Patientinnen zeigten, dass die komplette Tumorreduktion den stärksten Prognosefaktor darstellt. Patientinnen mit Komplettresektion des Tumors lebten im Median 5 Jahre länger als Patientinnen mit postoperativem Tumorrest. Ein Tumorrest < 1 cm war in der Analyse zwar prognostisch günstiger als ein Tumorrest > 1 cm. Der Überlebensvorteil war mit 11 Monaten aber bei weitem nicht so groß gegenüber dem bei kompletter Tumorresektion. Das Ziel bei jeder Operation muss daher die komplette Tumorresektion sein (13) (Abbildung 1 jpg ppt und 2 jpg ppt).

Die hierzu erforderlichen operativen Maßnahmen beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom sind in Kasten 4 (gif ppt) dargestellt. Darmeingriffe sind in circa 30 bis 50 % der Fälle beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom erforderlich. Eine signifikante Verbesserung des Überlebens konnte in Studien durch chirurgische Eingriffe im Oberbauch wie Leber- oder Pankreasteilresektion, Splenektomie, Cholezystektomie, Diaphragmastripping oder Tumorresektion im Bereich der Leberpforte erreicht werden, wenn hierdurch die gesamte Tumorlast unter 1 cm verringert werden konnte. Dies gilt auch für Patientinnen im Stadium IV. Sie profitieren von einer kompletten Tumorreduktion sowie von einer Tumorreduktion auf Reste < 1 cm gegenüber Patientinnen mit größerem Resttumordurchmesser (1619).

Ein therapeutischer Nutzen der systematischen pelvinen und paraaortalen Lymphonodektomie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom kann bisher nur aus einer prospektiven Studie abgeleitet werden. In dieser profitierten Patientinnen mit Tumorrest < 1 cm und systematischer Lymphonodektomie hinsichtlich eines signifikant verlängerten progressionsfreien Überlebens von 7 Monaten (Median 22,4 versus 29,4 Monate), nicht aber hinsichtlich des Gesamtüberlebens gegenüber Patientinnen, bei denen nur vergrößerte Lymphknoten entfernt wurden (20). Ob die Lymphonodektomie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom mit kompletter Tumorresektion und klinisch unauffälligen Lymphknoten einen therapeutischen Effekt hat, wird derzeit in einer prospektiven Studie der AGO-Studiengruppe für Genitaltumoren untersucht.

Im Anschluss an die Operation ist die platin- und taxanhaltige Chemotherapie über sechs Zyklen Standard beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom. Die Kombination beider Substanzen ist nach dem Ergebnis einer Metaanalyse der hierzu vorhandenen Studien der Platin-Monotherapie überlegen (21). Die beste Datenlage im Hinblick auf Wirkung, Nebenwirkung und Applikationsform existiert für den Einsatz von Paclitaxel (175 mg/m2 über 3 Stunden i. v.) und Carboplatin (AUC 5) (Kasten 4).

Bisher konnte weder durch die Addition weiterer Zytostatika als Triplet oder als Sequenz- beziehungsweise Erhaltungstherapie noch durch Verlängerung der Therapie oder Dosiseskalation ein Vorteil gegenüber der konventionellen Kombinationstherapie aus Platin und Taxan über sechs Zyklen nachgewiesen werden. Das gleiche gilt bisher für molekularbiologisch gerichtete Ansätze. Die Effektivität dieser Therapien wie zum Beispiel die Inhibition der Signaltransduktion, der Angiogenese, sowie immunologische und gentherapeutische Therapiekonzepte in der Primärtherapie des Ovarialkarzinoms werden derzeit im Rahmen von klinischen Prüfungen untersucht. In Deutschland bieten die AGO-Studiengruppe und die NOGGO hierzu mehrere Studien an, die unter www.ago-ovar.de und www.noggo.de eingesehen werden können (21, 22).

Die überwiegend intraperitoneale Ausbreitungsform des Ovarialkarzinoms lässt eine intraperitoneale (i. p.) Applikation der Chemotherapie als Alternative zur intravenösen Systemtherapie sinnvoll erscheinen. Zur i. p.-Platingabe liegen sieben randomisierte Phase-III-Studien vor; in drei davon konnte ein Überlebensvorteil für die i. p.-Gabe im Vergleich zur intravenösen Applikation nachgewiesen werden. Das Hauptproblem der i. p.-Therapie liegt in der ausgeprägten Toxizität sowie in Katheterassoziierten Komplikationen. Sämtliche intraperitoneale Therapieschemata wurden bisher nicht mit dem Standard, der i. v.-Kombinationschemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel verglichen.

Zur intraperitonealen hyperthermen Chemotherapie (HIPEC) liegen derzeit nur wenige Daten vor, die die Durchführbarkeit der Methode und eine erhöhte Toxizität beschreiben. Studien mit einem Vergleich zum Standardvorgehen radikale Operation mit nachfolgender intravenöser Chemotherapie existieren bisher nicht. Außerhalb von klinischen Studien kann die HIPEC daher nicht empfohlen werden (23).

Zeitpunkt der Operation

Die vollständige Entfernung aller makroskopisch sichtbaren und palpablen Tumorherde ist die Voraussetzung für eine optimale Wirkung der Chemotherapie. Standard ist deshalb die primäre Operation mit dem Ziel der maximalen Tumorreduktion gefolgt von der Chemotherapie.

Die Daten einer prospektiv randomisierten Studie zum Vergleich von neoadjuvanter Chemotherapie gefolgt von der Operation versus primäre Operation gefolgt von der Chemotherapie zeigen ein vergleichbares Überleben in beiden Therapiearmen bei geringerer Morbidität des neoadjuvanten Therapieansatzes. In die Studie wurden Patientinnen mit weit fortgeschrittenen Tumoren eingebracht mit einer ungünstigen Tumorresektionsrate entsprechend einem Anteil an Tumorrest < 1 cm von nur 46 % im Kontrollarm und einem niedrigen progressionsfreien Überleben von nur 12 Monaten. Damit sind die Ergebnisse dieser Studie nicht auf alle Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom übertragbar. Die Selektion geeigneter Patientinnen ist bisher nicht möglich. Deshalb sollte die neoadjuvante Chemotherapie ausschließlich im Rahmen klinischer Studien erfolgen (23).

Psychoonkologie, Nachsorge, Rehabilitation und palliative Therapie

Die psychoonkologische Versorgung von Patientinnen mit Ovarialkarzinom ist integraler Bestandteil der onkologischen Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Ebenso ist die Lebensqualität der Patientin während der Therapie und Nachsorge regelmäßig zu beurteilen. Die Patientinnen sollten frühzeitig über die Möglichkeiten und den gesetzlichen Anspruch auf Rehabilitationsmaßnahmen in onkologisch spezialisierten Kliniken oder Abteilungen aufgeklärt werden.

Die routinemäßige laborchemische und apparative Diagnostik soll bei symptomfreier Patientin nicht durchgeführt werden (Ausnahme Keimzell- und Keimstrangstroma-Tumoren). Sie kann zu einer früheren Diagnose des Rezidivs führen. In diesem Fall wird das krankheits- und therapiefreie Intervall verkürzt, ohne dass nachweisbare Effekte für das Gesamtüberleben zu verzeichnen sind. Die Ergebnisse der MRC OV05 and EORTC 55955 Studien konnten eindeutig belegen, dass Patienten mit frühem Therapiebeginn bei Anstieg des Tumormarkers keinen Überlebensvorteil gegenüber Patienten mit späterem Therapiebeginn bei klinischer Symptomatik und Tumornachweis hatten. Eine weitergehende Diagnostik ist indiziert bei klinischem Verdacht auf das Vorliegen einer Rezidiverkrankung.

Bei Beeinträchtigung der Lebensqualität durch Symptome des Östrogenmangels kann eine Hormontherapie (HT) mit Sexualsteroiden nach Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Die Östrogendosis sollte dabei möglichst niedrig gehalten werden.

Bei weit fortgeschrittener Erkrankung muss die palliativmedizinische Versorgung der Patientin sichergestellt sein.

Sondersituation Borderline

Borderlinetumoren (BOT) des Ovars sind Tumoren, die durch nukleäre Atypie, mitotische Aktivität und Mehrreihigkeit des Epithels, aber fehlende Stromainvasion definiert sind. Es gibt molekulargenetische Hinweise darauf, dass sich BOTs in ihren Eigenschaften von den epithelialen „high grade“-Ovarialkarzinomen unterscheiden. Das operative Staging bei Borderlinetumoren erfolgt analog zu den invasiven Ovarialkarzinomen mit folgenden Ausnahmen: Hinsichtlich der operativen Radikalität kann bei Kinderwunsch meist organerhaltend operiert werden, wenn das kontralaterale oder das verbleibende Restovar tumorfrei sind. Das Rezidivrisiko ist bei Organerhalt erhöht, dies scheint jedoch keinen Einfluss auf das Gesamtüberleben zu haben. Auf eine Lymphonodektomie bei palpatorisch unauffälligen Lymphknoten kann beim BOT verzichtet werden (24). Der Nutzen einer adjuvanten Chemotherapie wurde bei Borderlinetumoren bisher nicht belegt.

Kommission Ovar der AGO
A. du Bois, Essen; A. Burges, München; G. Emons, Göttingen; D. Fink, Zürich; M. Gropp, Ravensburg; P. Harter, Essen; A. Hasenburg, Freiburg; S. Hauptmann, Wangen; F. Hilpert, Kiel; R. Kimmig, Essen; F. Kommoss, Mannheim; R. Kreienberg, Ulm; W. Kuhn, Bonn; C. Kurzeder, Essen; S. Mahner, Hamburg; W. Meier, Düsseldorf; K. Münstedt, Giessen; O. Ortmann, Regensburg; J. Pfisterer, Solingen; M. Pölcher, Bonn; I. Runnebaum, Jena; B. Schmalfeldt, München; W. Schröder, Bremen; J. Sehouli, Berlin; B. Tanner, Oranienburg; U. Wagner, Marburg; P. Wimberger, Essen.

Interessenkonflikt
Dr. Burges erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Prof. Schmalfeldt hat Honorare für Vorträge von Essex, Glaxo Smith Kline,
Fresenius Biotech, Amgen, Lilly Deutschland, Roche International und Boehringer erhalten.

Manuskriptdaten
eingereicht: 25. 3. 2008, revidierte Fassung angenommen: 11. 11. 2010

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Alexander Burges
Marchioninistraße 15
81377 München
E-Mail: Alexander.Burges@med.uni-muenchen.de

Summary

Ovarian Cancer: Diagnosis and Treatment

Background: Patients with ovarian cancer usually present to a family physician with nonspecific symptoms, most often abdominal pain. The outcome depends above all on the stage of the disease when it is diagnosed and on the quality of treatment.

Methods: This article is based on a review of selected publications from 2000 to 2010 that were retrieved by an automated search in medline on the terms “ovarian cancer”, “screening”, “diagnosis”, “treatment”, and “prognosis”, as well as the interdisciplinary S2k guideline Diagnostik und Therapie maligner Ovarialtumoren (the diagnosis and treatment of malignant ovarian tumors) issued in 2007 by the Ovarian Tumor Committee of the German Consortium of Gynecologic Oncologists (AGO) and the Committee’s updated recommendations of 2009.

Results: The proper treatment of early ovarian cancer involves resection of the primary tumor and all macroscopically visible tumor mass as well as meticulous inspection of the entire abdominal cavity for staging. Platinum-based chemotherapy is indicated for women with ovarian cancer in FIGO stage I to IIA (except stage IA). For women with advanced ovarian cancer, the prognosis largely depends on the extent of tumor mass reduction on initial surgery. Complete resection confers significantly longer survival (median 5 years) than incomplete resection. After surgery, the standard adjuvant chemotherapy consists of a combination of carboplatin and paclitaxel. Treatment that conforms to published guidelines significantly improves survival (60% versus 25% at 3 years).

Conclusion: The possibility of ovarian cancer must be considered for any woman who presents with new, persistent, nonspecific abdominal pain. Ovarian cancer should always be treated in accordance with published guidelines.

Zitierweise
Burges A, Schmalfeldt B: Ovarian cancer: diagnosis and treatment.
Dtsch Arztebl Int 2011; 108(38): 635–41. DOI: 10.3238/arztebl.2011.0635

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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